Geschichte: Fahrräder und Nähmaschinen aus Stettin
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| Stoewer Fahrrademblem |
Der Mechaniker und Büchsenmacher Bernhard Stoewer hatte
gerade in Greifenhagen in Pommern eine eigene Werkstatt eröffnet,
als er von der Militärverwaltung Stettins beauftragt wurde, eine
der damals sehr seltenen Nähmaschinen zu reparieren. Nachdem ihm
dies gelungen war, ließ ihn der Gedanke nicht mehr los, eine eigene
Nähmaschine zu konstruieren.
Stoewer zog nach Stettin und gründete die "Maschinenfabrik
Bernhard Stoewer". Seine Fabrik expandierte kräftig - waren
im Jahre 1870 lediglich 20 Arbeiter in seiner Werkstatt beschäftigt,
so erhöhte sich die Zahl im Jahre 1875 bereits auf 250 Beschäftigte.
Mit der Expansion einher ging eine planvolle Erweiterung der Produktpalette.
Nachdem Stoewer eine eigene Eisengießerei aufgebaut hatte, kamen
gusseiserne Teile hinzu. Ab 1893 stieg Stoewer in die Herstellung
von Fahrrädern ein und im Jahre 1903 wurde die erste selbstkonstruierte
Schreibmaschine vorgestellt. Die 1.5 Millionste Nähmaschine verließ
bereits 1920 das Werk.
Die Weimarer Republik brachte schwierige Jahre für die Firma. Auch
der Verkauf des Firmengeländes an die Stadt Stettin half nicht,
den Zusammenbruch des Unternehmens zu verhindern. So blieb im Jahre
1930 nichts anderes übrig, als die Maschinenfabrik Bernhard Stoewer
zu liquidieren.
Dennoch wurden weiter Nähmaschinen und Fahrräder unter dem namen
Stoewer verkauft. Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg kamen noch Räder
unter dem Markennamen "Stoewers Greif" von einem Bielefelder
Unternehmen auf den Markt.
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