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 aktualisiert 04.02.07

 
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Königsplatz / Plac Zolnierza Polskiego in Stettin

Auf der Nordseite des Platzes befindet sich ein 1935 vom Stettiner Architekten Gustav Gauß geschaffenes Gebäude der Städtischen Sparkasse.

Die Städtische Sparkasse Stettin kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits 1823 war sie als erste Sparkasse Pommerns gegründet worden zum gemeinnützigen Zweck, der ärmeren Bevölkerung sichere und zinstragende Anlage von Ersparnissen zu ermöglichen. Die stetig wachsende Sparkasse war häufig in der Stadt umgezogen, mal war sie am Alten Rathaus sesshaft, dann wieder an der Grünen Schanze. 1935 zog sie in das neu erbaute und imposante, fast 100 Meter lange Gebäude am Königsplatz. Viele Künstler aus Pommern hatten an der Ausgestaltung des Gebäudes mitgearbeitet. Besonders gelobt wurde die lichtdurchflutete Kassen- und Schalterhalle, das repräsentative Herzstück der Sparkasse Stettin. Die Tresoranlagen erstreckten sich über zwei Geschosse und galten als die damals modernsten. Eine Besonderheit gab es in den Toiletten: Wandföhne ersetzten Handtücher.

Neben der Sparkasse waren auch Dienststellen der Stadt in dem Gebäude untergebracht, darunter das Standesamt von Stettin.

Sparkase Stettin

Bild vergrößern! Das brennende Haus der Partei am Königsplatz
Photo vergrößern!

Das unversehrt erhaltene Haus wurde im Jahre 1947 Sitz des Wojewodschaftskomitees der Kommunistischen Partei, der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei. Als Symbol der Parteiobrigkeit wurde es am 16. Dezember 1970 während der Dezemberaufstände von Stettiner Bürgern in Brand gesteckt. In Stettin kamen während der Unruhen im Dezember 1970 insgesamt 16 Menschen ums Leben. Die Partei nutzte das Gebäude auch nach den Dezemberereignissen weiter und musste es erst 1989 abgeben.

Heute ist das Haus wieder Sparkasse, nämlich im Eigentum der Pommernschen Kreditbank.


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 Professorenhäuser
  Auf der Südseite des Königsplatzes sieht man zwischen der Kleinen Domstraße / ulica Mariacka und der Großen Domstraße / ulica Frana eine Reihe von kleinen "Professorenhäusern". Die Entstehungszeit dieser Häuser vermutet man im 14. Jahrhundert. Die Häuser gehörten früher zum Maienstift und wurden von Rektoren, Dekanen und Organisten des Stiftes bewohnt.
 
 Ehemaliges Stadttheater
 

Auf der Ostseite des Platzes befindet sich ein 1989 aufgestellter Schiffsmast des Dampfers "Konstanty Maciewicz".

Früher stand hier das 1846 errichtete und von den Bürgern der Stadt gestiftette Stadttheater. Das etwa 1200 Zuschauer fassende Theater wurde von Langhans im neoromanischen Stil erichtet. Im 2. Weltkrieg wurde es schwer beschädigt. und 1953 abgerissen.

Alte Aufnahmen des Stadttheaters

 
 Ehemaliges Mühlentor
 

An der Ecke Königsplatz und Luisenstrasse (Zolnierza Polskiego Ecke ulica Staromlynska) stand zwischen dem 13. Jahrhundert und dem 18. Jahrhundert das Mühlentor. Dort wurde im August 1620 die als Hexerin verurteilte Sidonie von Borcke verbrannt.

Lesen Sie dazu: Die weiße Frau im alten Schloß zu Stettin