Die Hakenterasse /Waly Chrobrego in Szczecin / Stettin
Die Hakenterasse / Waly Chro-brego wird häufig als Aushänge-
schild der Stadt bezeichnet, als gute Stube und als Stadtschmuck
an der Oder. Der Name geht auf den Oberbürgermeister Haken
zurück, der in den Jahren zwischen 1878 und 1907 Chef der Stadt
war und sich stets für die Umgestaltung der Anlage einsetzte. Realisiert
wurde das großangelegte Projekt ab 1904 unter der Regie des Stadt-
baurates Meyer anstelle des alten Festungswerks Fort Leopold.
Die Hakenterasse ist etwa 500 Meter lang. Eine Promenade entstand
etwa 19 Meter oberhalb der Oder.
Repräsentative Aussichtspavillons und breite Rampen lockern die
weiten Rasenflächen auf. Den Mittelpunkt bildet das mit einer barocken
Treppenanlage eine künstlerische Einheit bildende Museum,
das ebenfalls von Meyer stammt und eine imposante, 54 Meter hohe
Kuppelhalle besitzt. Das 1911 vollendete Haus wurde aus Mitteln
einer Stiftung Stettiner Bürger erreichtet. Heute ist es die Heimat
des Museum Morskie.
Nördlich davon befindet sich das dekorative und im Jahre 1912 fertig
gestellte Regierungsgebäude, ein in niederdeutscher Renaissance
erbauter Backsteinbau, der wie ein altes dänisches Schloss anmutet
und von einem 72 Meter hohem, reichverzierten Turm überragt wird.
Auch heute wird das Haus für Regierungsfunktionen genutzt.
Südlich des Museums entstand zwischen 1914 und 1921 - mit langen,
kriegsbedingten Pausen - das Gegenstück zum Regierungsgebäude, das
Landesfinanzamt. Heute sind Seefahrtbehörden und eine Seeefahrtschule
hier untergebracht.
Von der Hakenterasse hat man einen wunderschönen Blick über die
mächtigen Wasserflächen der Oder und über das Hafen- gelände.
Umgekehrt haben auch die Besucher Stettins, die von der See per
Schiff in die Stadt kommen, einen wunderschönen Blick auf die Sckokoladenseite
Settins, die Hakenterasse.
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