Szczecin / Stettin
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 aktualisiert 04.02.07

 
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Szczecin / Stettin in den Nachkriegsjahren

Stettiner Schloß 1948
Das Schloß 1948 Stettiner Schloß 1948

Im Mai 1945 war Szczecin / Stettin ein Trümmerfeld. Große Teile der Altstadt waren vollständig zerstört. Gleichzeitig wurden die noch verbliebenen deutschen Einwohner vertrieben. Am Ende dieser Aktion verblieben lediglich 4000 Deutsche in Stettin. Die neuen polnischen Bewohner, zum großen Teil selbst aus den ehemaligen polnischen Gebieten vertrieben, nahmen sich der nun nahezu menschenleeren Stadt nur zögernd an. Jährlich kamen mehrere Zehntausend in die Stadt, doch erst im Jahre erreichte Stettin wieder die Einwohnwerzahl von 1939.

Stettiner Straßenbahn 1948
Strassenbahn 1948Stettiner Straßenbahn 1948

Der Wiederaufbau Stettins war schwieriger als in anderen Städten, weil die Zugehörigkeit zu Polen 1945 noch nicht klar war. So wurden einige öffentliche Gebäude abgerissen, darunter auch das beschädigte aber erhaltenswerte Stadttheater. Die Backsteine dieses und anderer Gebäude wurden für den Aufbau Warschaus verwendet. Immerhin fuhr ab September 1945 wieder die erste Straßenbahn.

Bei dem Aufbau Stettins wurde darauf verzichtet, die alte architektonische Struktur Stettins wieder her zu stellen. Als tragisch stellte sich der Beschluß heraus, die alte Stadtkante zur Oder nicht neu aufzubauen. Stattdessen baute man baute man in Höhe des ehemaligen Bollwerks eine vierspurige Schnellstraße.

In den fünfziger Jahren gewann der Aufbau der Stadt an Dynamik. In diese Zeit fällt auch der Aufbau des alten Schlosses.


zum Überblick Geschichte

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 Entwicklung der Einwohnerzahl ab 45
  1945
1950
1960
1970
1980
1990
1993

26 000 Einwohner
180 000 Einwohner
273 000 Einwohner
337 000 Einwohner
388 000 Einwohner
412 000 Einwohner
415 000 Einwohner

 
 Dezember 1970 und August 1980
 

Szczecin / Stettin war eines der Zentren der Unruhen vom Dezember 1970 sowie vom August 1980.

Auslöser der ersten Demontrationen im Jahre 1970 waren Preiserhöhungen für Lebensmittel. Nach Streiks in der Danziger Bucht legten die Arbeiter in Stettin ab dem 17. Dezember die Arbeit nieder. Die Demonstranten zogen zum Haus des Wojwodschaftskomitees und steckten es in Brand. Die Polizei eröffnete das Feuer auf streikende Arbeiter. Nach offiziellen Angaben starben 16 Menschen, darunter auch Unbeteiligte.

1980 kam es am 18. August zu ersten Streiks. Die Streikwelle erfasste große Teile des Landes und führte zu gewissen Zugeständnissen der Staatsführung. Am 30. August wurde das landesweite erste Abkommen zwischen der Staatsführung und dem Stettiner Streikkomitee.

Von da aus war es bis zum Demokratierunsgsprozeß ab 1988 noch ein weiter Weg, aber die Unruhen von 1980 hatten gezeigt, dass der Wandel möglich ist.