Szczecin / Stettin in den Nachkriegsjahren
Im Mai 1945 war Szczecin / Stettin ein Trümmerfeld. Große
Teile der Altstadt waren vollständig zerstört. Gleichzeitig wurden
die noch verbliebenen deutschen Einwohner vertrieben. Am Ende dieser
Aktion verblieben lediglich 4000 Deutsche in Stettin. Die neuen
polnischen Bewohner, zum großen Teil selbst aus den ehemaligen polnischen
Gebieten vertrieben, nahmen sich der nun nahezu menschenleeren Stadt
nur zögernd an. Jährlich kamen mehrere Zehntausend in die Stadt,
doch erst im Jahre erreichte Stettin wieder die Einwohnwerzahl von
1939.
Der Wiederaufbau Stettins war schwieriger als in anderen
Städten, weil die Zugehörigkeit zu Polen 1945 noch nicht klar war.
So wurden einige öffentliche Gebäude abgerissen, darunter auch das
beschädigte aber erhaltenswerte Stadttheater. Die Backsteine dieses
und anderer Gebäude wurden für den Aufbau Warschaus verwendet. Immerhin
fuhr ab September 1945 wieder die erste Straßenbahn.
Bei dem Aufbau Stettins wurde darauf verzichtet, die alte architektonische
Struktur Stettins wieder her zu stellen. Als tragisch stellte sich
der Beschluß heraus, die alte Stadtkante zur Oder nicht neu aufzubauen.
Stattdessen baute man baute man in Höhe des ehemaligen Bollwerks
eine vierspurige Schnellstraße.
In den fünfziger Jahren gewann der Aufbau der Stadt an Dynamik.
In diese Zeit fällt auch der Aufbau des alten Schlosses.
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