Die Festung Stettin im 16. und 17. Jahrhundert
In den kriegerischen Zeiten des16. und 17. Jahrhunderts war Stettin
festungsartig ausgebaut. Die mittelalterliche Stadtmauer war
nur am Oderufer durchbrochen. Ein Graben und für die damalige Zeit
gewaltige Festungswerke sollten jeden Angreifer zur Kapitulation
bringen.
Manchmal gelang das auch. Als 1659 kaiserliche Truppen und ein
brandenburgeisches Regiment mit 6000 Mann das damals schwedische
Stettin belagerte, schafften es die Brandenburger nicht, die Stadt
vom Seeweg abzuschneiden. Trotz monatelanger Belagerung wurde
die Stadt erfolgreich verteidigt.
Im Konflikt zwischen Schweden und Brandenburg wurde Stettin abermals
zum Kriegsschauplattz, wie so häufig in der Geschichte. Ab August
1676 kam es zur Belagerung. Am 16. November wurden die Kampfhandlungen
vorerst eingestellt und die brandenburgeischen Truppen kehrten in
ihre Winterquartiere zurück. Der Krieg hatte Winterpause.
Weiter gings Anfang Juli 1677 mit der Belagerung. Diesmal führte
ein sechsmonatiger Dauerartilleriebeschuss zum Erfolg und die Schweden
ergaben sich am 26. Dezemeber 1677. Die Brandenburger konnten allerdings
erst am 6. Januar in das Schloss einziehen, weil soviel Zeit nötig
war, um den Schutt von den Straßen zu räumen.
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