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Geschichte des Stettiner Stadttheaters
Obwohl das biedermeierliche Stettin eine große Zahl von Theaterliebhabern hatte, besaß die Stadt selbst lange kein seinem Rang entsprechendes Theater bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Das sollte sich ändern, als die Stettiner Kaufmannschaft sich dieser Frage annahm. Durch Ausgabe von 1000 Obligationen zum Wert von je 100 Talern wurden Mittel bereitgestellt und die Stadt unterstützte das Vorhaben mit einem erepräsentativen Grundstück, mitten auf dem Königsplatz. Am 21. Oktober 1849 wurde das Neue Theater mit Goethes Egmont und Mozarts Don Juan feierlich eröffnet.
Am 21. Oktober 1849 wurde das Neue Theater mit Goethes Egmont und Mozarts Don Juan feierlich eröffnet. Der Schwerpunkt lag in den ersten Jahrzehnten auf der Oper, später traten mehr und mehr Schauspiel- inszenierungen hinzu. Auf der Bühne des Stettiner Theaters standen Stettiner Schauspieler wie Heinrich George, Hilde Weißner und Ellen Schwiers, aber auch die aus Pommern stammenden Paul Dahlke und Peter von Eyck.
Das Stettiner Stadttheater hatte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Freilichtbühne im Hof des Schlosses - genau wie heute die Oper. |

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| Das Stadttheater nach 1945 |
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Das Stadttheater war während der großen Bomebnangriffe im Jahre 1944 nur wenig beschädigt worden. Der Verfall begann, als das Theater einige Monate aus nicht geklärten Gründen ungeschützt blieb. In den fünfziger Jahren fasste die Stadtbehörde den Entschluss, das Gebäude abzubrechen. Später wurde ein Ermittlungsverfahren wegen diese Beschlusses eingeleitet, das zu einem urteilsspruch führte: Ein Inhaber einer Transportfirma, die Ziegel aus dem abgebrochenen Theater abfuhr, wurde verurteilt. |
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| Bellevue-Theater |
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Noch vor dem Stadttheater hatte das Bellevue-Theater seine große Zeit. Die Stettiner nannten das 1810 eröffnete Haus zärtlich Bellewuppdich und strömten in Massen, als die damals sehr populären Operetten aufgeführt wurden. Der in Stettin geborene Komponist Leon Jessel erlebte in diesem Theater die Uraufführung seiner manchmal auch heute noch gespielten Operette Schwarzwaldmädel. Auf der für die damalige Zeit spektakulären Rundbühne des Bellevue-Theaters spielten bekannte Schauspieler wie Josef kainz, Matkowski und Paul Wegner. Auch der Komponist Walter Kollo wirkte hier. Gut hundert Jahre nach seiner Eröffnung ging das Bellewuppdich wieder ein. |
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