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 aktualisiert 04.02.07

 
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Szczecin / Stettin: Berühmte Stettiner

Katharina die Große
Bild größer! Katharina die Große
Katharina die Große

Das wohl berühmteste Kind Stettins ist Sophie Auguste von Anhalt-Zerbst, geboren in Stettin am 2.05.1729. Noch als Kind im Alter von 15 Jahren begibt sie sich nach Russland, um zu heiraten. Einbringen soll ihr die Heirat Großfürsten Peter Fjodorowitsch und Thronfolger der russischen Zarin Elisabeth die russiche Krone. Sie konvertiert zum russich-orthodoxen Glauben und lernt die russische Sprache. In ihren Memoiren schreibt sie: "Ich wollte Russin sein, um von den Russen geliebt zu werden.".

Katharina die Große
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Katharina die Große zu Pferd

Katharina läßt die Demütigungen ihres Gatten und der Zarin Elisabeth über sich ergehen. 1762 wird mit ihrer Billigung ihr Mann Zar Peter III ermordet und sie selbst wird die russische Herrscherin mit einem unerschütterlichen Willen zur Macht. . Von nun an wird sie Katharina die Große genannt. Am Ende ihrer Herrschaft nach 34 Jahren hat sie Russland zur europäischen Großmacht verholfen.

Unzählige Legenden und Liebschaften werden Katharina angedichtet. Katharina liest Montesquieu, Voltaire und studiert die Schriften der französischen Enzyklopädisten, deren Ideen in ihre späteren Reformpläne einfließen. Dennoch: geherrscht hat Katharina mit eiserner Hand. Sie stirbt am 17.11.1796 in Zarskoje Jelo.


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 Leon Jessel: Komponist
  Leon JesselDer Stettiner Kapellmeister Leon Jessel (geboren 22.1.1871 in Stettin, gestorben 4.1.1942 in Berlin) komponierte die Musik zur Operette "Schwarzwaldmädel". Jessel, der mit vielen Operetten eine Reihe popuärer Unterhaltungsmusiken schrieb, starb im Jahre 1942 an den Folgen seiner Inhaftierung durch die Gestapo. Jessel war ein Nazi-Opfer wider Willen, hatte er sich doch in den dreißiger Jahren bereitwillig den Nationalsozialisten als Hofkomponist angedient.
 
 Heinrich George: Schauspieler
  Heinrich GeorgeEbenfalls Stettiner ist der Schauspieler und Regisseur Heinrich George (geboren 9.10.1893, gestorben 26.09.1946). Nach dem Schauspiel- unterricht in Stettin spielte er zunächst auf den Bühnen seiner Heimatstadt, ab 1922 auch in Berlin. In den zwanziger Jahren war George Kommunist, wandelte sich jedoch mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum bereitwilligen Unterstützer der neuen Ideologie. Er spielte Hauptrollen in notorischen Propagandafilmen wie "Hitlerjunge Quex" und "Jud Süß". Nach dem Krieg steckten ihn die Russen in das ehemalige KZ in Sachsenhausen, wo er achtzehn Monate nach Kriegsende an Blinddarmentzündung starb.
 
 Alfred Döblin: Autor
  Alfred DöblinDer Autor Alfred Döblin wurde am 10.08.1878 in Stettin geboren. Nachdem der Vater die Familie verlassen hatte, siedelten die Döblins nach Berlin um. Der Roman "Berlin Alexanderplatz" macht Döblin zu einem der bekanntesten Autoren der Weimarer Republik. Einen Tag nach dem Reichstagsbrand emigriert der von den Nazis als "Asphlatliterat" bezeichnete Döblin nach Paris. Er flieht weiter .über Portugal in die USA. Alfred Döblin stirbt am 28.06.1957 in Emmendingen.
 
 Rudolf Levy: Maler
 

Levy wurde am 15.7.1875 in Stettin als Kind orthodoxer Juden geboren. Über Danzig, Karlsruhe, München kommt Rudolf Levy nach Paris, wo er bei Matisse Malerei studiert und zeitweilig gar dessen Malschule leitet. Im ersten Weltkrieg zog Ley als Freiwilliger gegen sein geliebtes Frankreich. Im Krieg ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz wurde Levy Opfer des Nationalsozialsimus, seine Bilder wurden aus den Museen entfernt. Levy starb im Januar 1944 auf einem Transport jüdischer Gefangener von Florenz nach Carpi bei Modena.

Das Schicksal Rudolf Levys und seiner Familie wird in der Erzählung "Ascher Levys Sehnsucht nach Deutschland" von Roman Frister beschrieben. Sehr zu empfehlen!

Roman Frister:
Ascher Levys Sehnsucht nach Deutschland
1999 (Siedler Verlag) Berlin