Drachenfliegen über der Steilküste von Trzesac
Ideale bedingen machen Tresac zu einem der reizvollsten
Drachenflugreviere im Norden Polens.
Sie stehen in der Luft wie ein neonfarbener Schwarm
urzeitlicher Riesenlibellen, verharren über der Abbruchkante des
Steilufers, als wollten sie sich im nächsten Augenblick auf einen
der Spaziergänger herabstürzen, die von unten am Strand zu ihnen
hinaufblinzeln. Aber die Drachenflieger bleiben natürlich in Luft
und lassen sich stundenlang sanft vom Ostseewind schaukeln, ohne
je voranzukommen.
Hier im Drachenflugrevier von Trzesac / Hoff - wenige
Kilometer östlich von Pobierowo gelegen - ist die Steilküste
an der Ostsee besonders hoch.
Zudem reicht die offene Feldmark direkt an das Steilufer
heran. Kein Baum, kein Haus, keine Stromleitung kann die Drachenflieger
stören
Bei günstigen Windbedingungen, ein gleichmäßiger, nicht
zu stürmischer Wind aus Nordwest, entsteht nun ein Aufwind. Der
Seewind trifft auf die an dieser Stelle mehr als zwanzig Meter hohe
Steilküste und wird deshalb nach oben abgelenkt. In diesem, schmalen
Aufwindkanal halten sich die Drachenflieger auf und können so lange
Zeit fliegen und an der gleichen Stelle landen, wo sie gestartet
sind.
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