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Radtour zu den Gutsdörfern südlich von Kolberg
Länge der Route: ca. 61 Kilometer
Zeit: etwa fünf Stunden |
Güter mit teilweise sehr repräsentativen Herrenhäusern gehörten früher zur Landschaft Pommerns. Auch im Kolberger Umland ist die Geschichte vieler Dörfer durch Güter geprägt.
Teilweise ist die Geschichte der Gutsdörfer durchaus kurios. So schenkte zum Beispiel Papst Gregor IX am 16. März 1238 den Ort "Gostino", der heute Gościno (Groß-Jestin) heißt, dem Johanniterorden. Das Gut in Goscino entstand nach dem 30-jährigen Krieg, als viele Bauernstellen in Pommern wüst gefallen waren.
Mancher Gutsbesitz blieb jahrhundertelang im Besitz einer einzigen Familie, während es in anderen Gutsdörfern einen häufigen Besitzerwechsel gab, wieder andere Gutsdörfer wurden in Bauerndörfer umgewandelt.
Interessant ist auch die Geschichte von Ramlewo (Ramelow). Das Dorf ist im 12. Jahrhundert entstanden und war im 13. Jhd. ein Lehen der Familie der von Ramel, daher der Name. Erst im 19. Jahrhundert wurde das Gut in Obergut und Niedergut geteilt. Das Anfang des 19. Jahrhundert gebaute Niedergut hat Elemente der Neorenaissance, wirkt aber durch Türmchen und viele Rundungen wie ein märchenhaftes Schlösschen.
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| Radtour zu den Gutsdörfern |
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Km |
Beschreibung der Route |
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0,00 |
Ausgangspunkt unserer Tour ist wieder der Kolberger Leuchtturm. Nachdem wir die Persante überquert haben, geht es auf der Trzebiatowska, der viel befahrenen Ausfallstraße Richtung Trzebiatow (Treptow), aus der Stadt heraus. |
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5,00 |
Wenn Sie die letzte Steigung genommen haben, geht es links ab auf die ruhigere Straße Nummer 162. |
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16,00 |
Wir erreichen Gościno (Groß Jestin). Das Dorf ist mit mehr als 2000 Einwohnern eines der größten im südlichen Kolberger Umland. Wir bleiben auf der Hauptstraße und radeln weiter Richtung Süden. |
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23,00 |
Wir erreichen das Dorf Wartkowo (Wartekow). Das Dorf wurde im Mittelalter als Angerdorf angelegt. Das große Gutshaus des ehemaligen Rittergutes Wartekow besitzt Stilelemente der Neorenaissance. |
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25.00 |
Wir machen einen Abstecher zum Dorf Dargocice mit dem schön gelegenen See Kamienica. Hier kann man einen Kaffee trinken oder Wassersportgeräte ausleihen. Es gibt einen bewachten Badestrand und einen Zeltplatz. Danach geht es zurück nach Wartkowo und weiter in Richtung Ramlewo. |
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34,5 |
In Ramlewo (Ramelow) lohnt sich die Besichtigung der neugotischen Kiche von 1879. Früher besaß Ramlewo zwei repräsentative Güter, das Obergut und das Niedergut. Weiter Richtung Robun |
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37,00 |
Robun (Rabuhn) ist ein Guts- und Bauerndorf, das im Mittelalter als zweizeiliges Hufendorf angelegt wurde. Urkundlich wird der Ort zuerst 1276 erwähnt. |
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41,00 |
Wir kommen nach Myślino (Moitzlin). Hier beeindruckt das ehemalige Rittergut mit seinem schönen Park. Der letzte deutsche Besitzer, Major Albrecht Graf von Gelsdorf, war Wehrbezirkskommandeur in Kolberg und gehörte zu den Widerstandskämpfern des 20. Juli 1944. |
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61,00 |
Wir sind wieder zurück in Kołobrzeg. |
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