Podczele / Bodenhagen im Kreis Kolberg / Kolobrzeg
Ab 1936 wurde in Podczele / Bodenhagen von den Nazis in großer Eile ein Flughafen aus dem Boden gestampft. Schon am 26. April wurde 1938 wurde dieser Flughafen mit der angrenzenden Wohnsiedlung vom 1. Kampfgeschwader "Hindenburg" übernommen. Gut ein Jahr später starteten hier Kampfflugzeuge, um polnische Städte zu bombardieren.
Nach dem 2. Weltkrieg übernahmen sowjetische Luftstreitkräfte den Flughafen, legten eine neue Stratbahn an und bauten ein weiteres Wohngebiet aus Plattenbauten. Für die polnische Zivilbevölkerung war das Gebiet um Podczele nicht zugänglich.
Als die russische Luftwaffe 1992 abgezogen war, begann eine neue Zeit in Podczele. Nach und nach zogen mehr Menschen in diesen Stadtteil und heute wohnen bereits mehr als 2000 Menschen hier.
Ein kleiner Ort Bagicz / deutsch ebenfalls Bodenhagen lag einige Kilometer östlich von Podczele an der Bahnstrecke zwischen Kolberg und Köslin. Gegründet wurde Bodenhagen im Jahre 1753 als städtische Kolonie im Kolberger Stadtwald. Anfangs lebten in Bodenhagen zwanzig Familien mit insgesamt "156 Seelen". 1928 hatte der Ort, dessen Kern etwa fünf MInuten vom Strand entfernt lag, bereits 500 Einwohner. Bodenhagen wird 1904 zum ersten Mal als Badeort genant und verzeichnet in der ersten Badesaison 40 Gäste. Mitte der zwanziger Jahre zählte Bodenhagen bereits 700 Badegäste. Nach dem zweiten Weltkrieg hatte Bagicz als Kur- und Erholungsort allerdings keine Chance mehr. Im Zuge der Erweiterungen des Fliegerhorstes Podszele wurden alle Gebäude abgerissen.
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