Der Hafen von Kolberg / Kolobrzeg
Die Seefahrt in Kolberg hat eine lange Tradition. Schon im Mittelalter
hatte es einen Hafen gegeben, von dem aus die Persante hinauf und
an der Ostseeküste entlang zu den nächsten Handelshäfen geschippert
wurde. Später dann, als Kolberg Mitglied der Hanse wurde, hatten
Kolberger Heringshändler gar eine eigene Vitte auf Falsterbo.
In den vergangenen Jahrhunderten wurden eine Reihe von Kolbergern
erfolgreiche Reeder und Schiffer. Bekanntester Kolberger Seefahrer
war Joachim Nettelbeck,
der von Kolberg aus die ganze Welt befuhr.
Anfang des 20. Jahrhunderts gab es zahlreiche Passagierlinien,
die mit Kolberg verbunden waren. So konnte man von Kolberg mit dem
Schiff nach Bornholm, Stettin und Zoppot reisen.
Nach mehrfachen Erweiterungen ist heute die Hafeneinfahrt an den
Molenköpfen 47 Meter breit und verengt sich dann auf etwa 24 Meter
in der Höhe des Hafenamtes. Neuere Planungen sehen vor, das Kolberger
Molensystem bis zum Jahre 2006 erheblich zu verändern. Völlig
neu entstehen soll ein 452 Meter langer Westwellenbrecher.
Die Länge des Ostwellenbrechers soll um mehr als 200 Meter auf dann
502 Meter verlängert werden. Der so vergrößerte Kolberger Hafen
würde dann ein bequemes Einlaufen von bis zu hundert Meter langen
Schiffen mit einem Tiefgang bis zu 5,5 Metern ermöglichen.
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