Der Kolberger Dom nach 1945
Im Mai 1945 - Kriegsende - ist der Kolberger Dom eine Ruine; der
Turm ist ausgebrannt, das Kirchenschiff eingestürzt. Es folgt eine
Odyssee, bis das Haus 1985 als Kontathedrale geweiht wird.
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| Der Kolberger Dom Anfang der
50er. Eine eingestürzte Haupthalle und ein nackter Turm |
Erste provisorische Sicherungsarbeiten wurden Ende 1945 durchgeführt.
Aber schon Anfang der 50er Jahre setzte sich mancherorts die Überzeugung
durch, dass es besser sei, die Ruine abzureißen. Andere Kolberger
widersprachen dem scharf und plädierten für einen Erhalt der Kirche.
Die Domruine war zeitweise ein Selbstbedienungsladen für Baumaterial.
Niemand schien recht zu wissen, wie es mit der Kirche weitergehen
sollte.
Kirchenarchäologische Untersuchungen in der Ruine ergaben, dass
einst an der Stelle des Presbyteriums eine noch ältere Kirche stand.
Einen kleinen Zwischenerfolg konnte die polnische katholische Kirche
erringen, als 1957 das Presbyterium an die Pfarrgemeinde übergeben
und wieder als Gotteshaus genutzt wurde.
1966 wurde im wiederaufgebauten Turm des Doms das Museum für
polnische Waffen eröffnet. Vom Erdgeschoss bis zum dritten Stock
wurden Einzelausstellungen zum Krieg Hitlerdeutschlands gegen Polen
sowie zum Pommern-Wall und weiteren historischen Kriegen gezeigt.
Aus dieser Zeit stammt der bis heute genutzte Fahrstuhl im Kirchturm.
1972 wurde von der katholischen Kirche eine Diözese Kolberg - Köslin
gegründet. in Anknüpfung an die Bistumsgründung im Jahre 1000. Die
Kolberger Kirche bekam den Rang einer Konkathedrale.
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