Die Kunstwerke im Kolberger Dom
Klerus und Bürgerschaft waren gemeinsam daran interessiert, den
Kolberger Dom mit wertvollen Kunstwerken auszustatten. Bisweilen
gab es gar eine Art Wettlauf um die repräsentativsten Kunstwerke.
Als sich die Domherren im Jahre 1340 ein prächtiges Domgestühl aus
Eichenholz schnitzen ließen, auf denen 26 Geistliche zugleich Platz
nehmen konnten, da zog die Bürgerschaft sechs Jahrzehnte später
nach und gönnte ihren drei Bürgermeistern ein ähnlich prächtiges
Gestühl, verziert mit den Wappen der Bürgermeister und polychromen
Reliefbildern von Heiligen.
Das Gemälde Verbeugung der drei Könige (rechts im Bild)
ist ein Werk eines unbekannten Meisters im Stil der flämischen Schule.
Im Vordergrund befinden sich die drei Könige, die dem Christuskind
ihre Huldigungen darreichen. Die in einer reichen Farbskala gemalten
Figuren tragen Kleidungen von Patriziern des Spätmittelalters. Unten
im Bild befindet sich ein Hinweis auf den Stifter Simon Adebar.
Adebar war damals einer der reichsten und mächtigsten Bürger der
Stadt. Er wurde nicht maßstäblich zu den anderen Figuren auf der
unteren linken Seite portraitiert, seine beiden Frauen auf der rechten
unteren Seite des Gemäldes.
Weitere Gemälde des Kolberger Domes verdienen es, hier genant zu
werden, so das Bild "Kreuzigung" und das Gemälde "Ritter
auf dem Friedhof" aus dem Jahre 1492.
Ebenfalls zum Thema Dom:
Der Kolberger Dom
Geschichte des Kolberger Doms zwischen
1945 und 1985
1777: Nettelbeck rettet den Kolberger
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