Kolberg / Kolobrzeg
 Kolobrzeg home
 Karte von Kolberg
 Wie kommt man hin?
 Stadtspaziergänge
 Überblick
 Dom
 Leuchtturm
 Kultur + Unterhaltung
 Überblick
 Feininger in Kolberg
 Geschichte Kolbergs
 Überblick
 Berühmte Kolberger
 Unterkunft in Kolberg
 Überblick
 Camping
 Gesundheit in Kolberg
 Kuren
 Service
 Kolberg-Postkarten
 links zu Kolberg
 sitemap  Suche  A-Z
 Forum
 Andere Reiseziele
 Danzig / Gdansk
 Stettin / Szczecin
 auf die Insel Wolin
 Pobierowo / Poberow
 Kaschubien
 ostsee-urlaub-polen
 Home
 mail

 aktualisiert 26.11.03

 Statistik
 
Kolberg  / Kolobrzeg

Der Dom von 1945 bis 1985

Im Mai 1945 - Kriegsende - ist der Kolberger Dom eine Ruine; der Turm ist ausgebrannt, das Kirchenschiff eingestürzt. Es folgt eine Odyssee, bis das Haus 1985 als Kontathedrale geweiht wird.

Der Kolberger Dom Anfang der 50er. Eine eingestürzte Haupthalle und ein nackter Turm

Erste provisorische Sicherungsarbeiten wurden Ende 1945 durchgeführt. Aber schon Anfang der 50er Jahre setzte sich mancherorts die Überzeugung durch, dass es besser sei, die Ruine abzureißen. Andere Kolberger widersprachen dem schrf und plädierten für einen Erhalt der Kirche. Die Domruine wurde als Baumateriallager genutzt. Kirchenarchäologische Untersuchungen in der Ruine ergaben, dass einst an der Stelle des Presbyteriums eine noch ältere Kirche stand.

Einen kleinen Zwischenerfolg konnte die polnische katholische Kirche erringen, als 1957 das Presbytrerium an die Pfarrgemeinde übergeben und wieder als Gotteshaus genutzt wurde.

1966 wurde im wiederaufgebauten Turm des Doms das Museum für polnische Waffen eröffnet. Vom Erdgeschoss bis zum dritten Stock wurden Einzelausstellungen zum Krieg Hitlerdeutschlands gegen Polen sowie zum Pommern-Wall und weiteren historischen Kriegen gezeigt. Aus dieser Zeit stammt der bis heute genutzte Fahrstuhl im Kirchturm.

1972 wurde von der katholischen Kirche eine Diözese Kolberg - Köslin gegründet. in Anknüpfung an die Bistumsgründung im Jahre 1000. Die Kolberger Kirche bekam den Rang einer Konkathedrale.


zurück zum Kopf der Seite
 
 
 
 Die Schlieffenkrone im Kolberger Dom
 

Die Schlieffenkrone, ein bemalter und ungewöhnlich verzierter Holzleuchter, den die Damilie Schlieffen der Kolberger Gemeinde im Jahre 1523 stifttete.

 

Bild vergrößern!

 
 Pastor Paul Hinz und der Dom
 

Paul Hinz, im Jahre 1899 im pommerschen Polzin geboren, studierte Theologie an der Universiät Greifswald und wurde 1930 Pastor am Kolberger Dom.

Schon bald wurde er von den Nazis verfolgt und bekam 1934 nach einer Verhaftung ein Predigerverbot auferlegt.

1936 gab Hinz ein Buch über die Geschichte des Kolberger Doms mit einer Reihe von wertvollwen Aufnahmern heraus.

Als 1945 das Kriegsinferno nahte, sorgte Hinz dafür, dass vier Kronleuchter - darunter auch die Schlieffenkrone (siehe oben) -, eine Pieta und sechs wertvolle Bilder in einer Nische der Kirche eingemauert wurden. Andere wertvolle Stücke des Kolberger Doms wurden auf seine Veranlassung in Dorfkirchen der Umgebung zwischengelagert, ein Taufbecken, Leuchter und Flügelaltäre. Obwohl auf diese Weise nur ein kleiner Teil der Kolberger Kirchenschatzes gerettet wurde, so strahlen diese Kultgegenstände heute umso heller im wiedererrichteten Dom.

Ende 1945 reiste Pastor Hinz mit seiner Familie nach Deutschland aus. In seine Stadt Kolberg kam Hinz 1974 zurück, als er an einem Gottesdienst teilnahm. Der Retter des Kolberger Kirchenschatzes und spätere Superintendent von Halberstadt Paul Hinz starb im Jahre 1988.