Denkmäler und Gedenkorte in Kolberg / Kolobrzeg
Kolbergs auffälligstes Denkmal steht an der Strandpromenade zwischen
Leuchtturm und Seesteg. Das Denkmal der Vermählung Polens mit
dem Meererinnert an die Eroberung Kolberg durch russische und
polnische Truppen am 18. März 1945. Das eine stilisierte Fahne darstellende
Denkmal wurde 1963 enthüllt.
Seit 2000 steht das Milleniumsdenkmal des Kolberger Bildhauers
Wiktor Szostało vor dem Dom. Es stellt den polnischen König
Boleslaw den Tapferen und den deutschen Kaiser Otto III. als Zeichen
der deutschen und polnischen Vergangenheit des tausendjährigen Kolbergs
dar. Das Denkmal hat die Form des gespaltenen Kreuzes, ein Hinweis
auf die durch die Geschichte geschaffene Kluft zwischen beiden Völkern.
Eine Taube mit Ölzweig verbindet die auseinanderstrebenden Seiten
des Kreuzes.
Auf dem Plac 18 Marca steht gegenüber der Post ein interessantes
Denkmal. Der Sockel ist alt und tug vor 45 das Denkmal eines fallenden
Soldaten, eine Verherrlichung der Krige von 1864, 1866 und 1870/71.
Heute trägt der Sockel einen polnischen Adler. Das Denkmal
wurde 1948 enthüllt und ist das erste polnische Denkmal in Kolberg.
Das bekannteste Denkmal von vor 1945 existiert nicht mehr. Es zeigte
Gneisenau und Nettelbeck, die sich brüderlich die Hand reichten
und sollte die Verteidigung der Festung Kolberg gegen die Truppen
Napoleons feiern. Die Kanonen, die vor dem Denkmal lagen, können
heute im Museum für polnische Waffen besichtigt werden.
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