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 aktualisiert 21.02.08

 
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Slowinzisches Freilichtmuseum Kluki / Klucken

Slowinzisches Freilichtmuseum
Photoserie Freilichtmuseum Kluki / Klucken Slowinzisches Freilichtmuseum

Schon 1958 fasste die polnische Regierung den Plan, ein Dorfmuseum in Kluki / Klucken zu errichten. Das geschah anfangs gegen den ausdrücklichen Willen der einheimischen Slovinzen. Dennoch wurde im Jahre 1963 das Freilichtmuseum Slowinzisches Dorf in Kluki / Klucken feierlich eröffnet. Seit einigen Jahren wird das Museum nun von in Deutschland lebenden Nachkommen der Slowinzen tatkräftig unterstützt.

Slowinzisches Freilichtmuseum
Freilichtmuseum

Die aus ursprünglich drei Bauernhöfen aus dem 18. und 19. Jahrhundert bestehende Anlage wird bis heute durch Häuser ergänzt, die in den Nachbardörfern niedergelegt und in Kluki / Klucken wieder aufgebaut werden. Heute umfasst das Freilichtmuseum cirka 10 Hektar Fläche, auf denen sich mehr als 20 Objekte befinden, darunter sieben komplette Bauerhhöfe sowie Scheunen, Viehställe, Backöfen und Lager für Boote und Fischergeräte. Alle Gebäude sind in der typischen slowinzischen Bauweise als Fachwerkhäuser mit Schilfdächern erbaut. Eine Gaststätte mit Unterkunftsmöglichkeit für die Besucher des Freilichtmuseums befindet sich zur Zeit im Bau.

Die Einwohner von Kluki / Klucken lebten vom Fischfang im nahegelegenen Lebaer See sowie vom Getreideanbau und der Torfgewinnung. Torf wurde als Brennstoff für Öfen und Küchenherde verwendet, später auch als Streu in den Ställen sowie als Düngemittel für die kargen Ackergründe der Umgebung. Die Torflagen in Kluki / Klucken waren reichhaltig und zwischen 1und 10 Meter dick. Die Torfernte begann Anfang Mai und dauerte etwa zwei Wochen. Zum Gewinnen verwendete man Spaten, Hacken und besondere Werkzeuge für das Ausschneiden der sogenannten Torfziegel. Der ausgegrabene Torf wurde zuerst auf den Wiesen getrocknet und später mit Wagen auf die Höfe gebracht und unter dem Dachfuss gestapelt. Die Arbeit im Torf nannten die Einwohner von Kluki / Klucken "Schwarze Hochzeit".


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 Slowinzisches Freilichtmuseum
 

Wsi Slowinskiej
Museum Slowinzisches Dorf
Kluki / Klucken
Postanschrift:
Muzeum Wsi Slowinskiej w KIlukach
PL 76-214 Smoldzino
Tel.: (059) 846 30 20
Öffnungszeiten zwischen Mai u. Sept.:
Di. bis So.: 10.00 bis 18.00 Uhr
Mo. 9.00 bis 16.00 Uhr
Öffnungszeiten Okt. bis April:
Mo. bis So.: 9.00 bis 16.00 Uhr.

Das Museum ist eine Außenstelle des Mittelpommernschen Museums in Slupsk / Stolp.

 
 Woher stammt der Name: Slowintzen?
 

Slowinzisches FreilichtmuseumDer Name "Slowinzen" wurde Mitte des 19. Jahr-hunderts vom russischen Wissenschaftler Allexander Hilferding eingeführt, um die kaschubische Volksgruppe in der Enklave zwischen den Seen Leba See und Garder See zu bezeichnen.