Slowinzisches Freilichtmuseum Kluki / Klucken
Schon 1958 fasste die polnische Regierung den Plan, ein Dorfmuseum
in Kluki / Klucken zu errichten. Das geschah anfangs gegen den
ausdrücklichen Willen der einheimischen Slovinzen. Dennoch wurde
im Jahre 1963 das Freilichtmuseum Slowinzisches Dorf in Kluki /
Klucken feierlich eröffnet. Seit einigen Jahren wird das Museum
nun von in Deutschland lebenden Nachkommen der Slowinzen tatkräftig
unterstützt.
 |
| Freilichtmuseum |
Die aus ursprünglich drei Bauernhöfen aus dem 18. und 19. Jahrhundert
bestehende Anlage wird bis heute durch Häuser ergänzt, die in den
Nachbardörfern niedergelegt und in Kluki / Klucken wieder aufgebaut
werden. Heute umfasst das Freilichtmuseum cirka 10 Hektar Fläche,
auf denen sich mehr als 20 Objekte befinden, darunter sieben komplette
Bauerhhöfe sowie Scheunen, Viehställe, Backöfen und Lager für Boote
und Fischergeräte. Alle Gebäude sind in der typischen slowinzischen
Bauweise als Fachwerkhäuser mit Schilfdächern erbaut. Eine Gaststätte
mit Unterkunftsmöglichkeit für die Besucher des Freilichtmuseums
befindet sich zur Zeit im Bau.
Die Einwohner von Kluki / Klucken lebten vom Fischfang im nahegelegenen
Lebaer See sowie vom Getreideanbau und der Torfgewinnung.
Torf wurde als Brennstoff für Öfen und Küchenherde verwendet,
später auch als Streu in den Ställen sowie als Düngemittel
für die kargen Ackergründe der Umgebung. Die Torflagen in Kluki
/ Klucken waren reichhaltig und zwischen 1und 10 Meter dick. Die
Torfernte begann Anfang Mai und dauerte etwa zwei Wochen. Zum Gewinnen
verwendete man Spaten, Hacken und besondere Werkzeuge für das Ausschneiden
der sogenannten Torfziegel. Der ausgegrabene Torf wurde zuerst auf
den Wiesen getrocknet und später mit Wagen auf die Höfe gebracht
und unter dem Dachfuss gestapelt. Die Arbeit im Torf nannten die
Einwohner von Kluki / Klucken "Schwarze Hochzeit".
|