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Świnoujście / Swinemünde - Hafen und Kurort in einem
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| Das Wahrzeichen von Świnoujście:
eine Bake draußen auf der Mole in Form einer Windmühle |
Świnoujście / Swinemünde hat alles. Es ist gleichermaßen
weltoffene Seestadt wie idyllischer Badeort, es ist Grenzstadt nach
Deutschland mit regem Verkehr und hat eine lange Geschichte. Und
es hat einen geradezu endlos breiten Strand, der putzigerweise von
Jahr zu Jahr breiter wird, gefüttert von den Steilküsten der pommernschen
Bucht. Durch die Sandmengen, die am Strand ablagern, verschob
sich die Uferlinie in der Nähe der Swinemündung in den letzten 200
Jahren um 1,5 km.
Świnoujście ist 195 Qadratkilometer groß und besitzt
etwa 40 Inseln im Stadtgebiet. Der Großteil des Ortes (80%)
befindet sich auf der Insel Usedom, wo sich auch das Zentrum befindet.
Kleinere Teile der Stadt liegen auf den Inseln Wolin beziehungsweise
auf Kaseburg. In Świnoujście leben 43 000 Einwohner.
Die Gegend an der Mündung der Swine profitierte schon früh
von der bevorzugten Lage in Küstennähe. Allerdings hatte das auch
oft genug Nachteile, denn Swinemünde wurde häufig von Seeräubern
heimgesucht. Darüberhinaus war der Landstrich nicht seltzen Zankapfel
der Mächtigen. Es geriet mal unter slawischen, dann wieder unter
germanischen oder skandinavischen Einfluss. Als im 17. Jahrhundert
Swinemünde preußisch wurde, begann der Ort zu boomen, weil der wirtschaftlich
günstiger gelegene Peeneausfluss unter schwedischer Herrschaft lag.
Die versandete Swine wurde schiffbar gemacht, ein Hafen wurde angelegt.
1765 erhielt der Ort Stadtrecht. Damals zählte er schon 2 500 Einwohner.
Der Badebetrieb in Swinemünde begann im Jahre 1824 und in
den nachfolgenden Jahren baute man die ersten Kureinrichtungen,
drei Badeanstalten (artig getrennt für Frauen, Männer und Familien),
Strandpromenade und Kurpark. Um die Jaahrhundertwende erlebte der
Kurort Swinemünde einen wahren Ansturm von Erholungssuchenden. Besonders
häufig traf man hier Künstler, Schauspieler, Komponisten.
Massive alliierte Bombenangriffe gegen Ende des 2. Weltkrieges
zerstörten die Stadt zu 55%, ein Erbe, von dem sich der Ort nur
schwer erholte.
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