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Stadt Wolin / Wollin - ein Ort mit großer Geschichte
Irgendwann im dunklen Mittelalter zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert
wurde eine Siedlung an einer seichten Stelle der Dziwna gegründet,
die sich bald zu einer bedeutenden Metropole der mittleren Ostsee
entwickeln sollte.
Wer die heute 5 000 Einwohner kleine Stadt besucht, spürt kaum
noch etwas davon, dass Wolin "wirklich eine der größten Städte ist,
die es in Europa gibt", wie Adam von Bremen im Jahre 1047 schreibt.
Damals zählte der Ort allerdings mehr als doppelt so viel Einwohner
wie heute. Im beginnenden Jahrtausend war Wolin Zentrum der Christianisierung,
bis später wegen permanenter dänischer Überfälle der Bischofssitz
von Wolin nach Kamien verlegt wurde. Im 13. Jahrhundert war Wolin
eine Hansestadt.
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Fertiggestellt im Jahr 2000:
Die Nikolauskirche |
Wer die Stadt in den vergangenen Jahren besucht hat, dem fiel sofort
das "unfreiwilige" Wahrzeichen der Stadt auf, die seit
dem Jahre 1945 fast vollständig zerstörte Nikolauskirche aus dem
14. Jahrhundert. Mehr als 50 Jahre waren die hochaufragenden Mauerreste
der Kirche ein Symbol gegen die Zerstörungen des Krieges. Jetzt
ist die Kirche wiederaufgebaut und erneut Mittelpunkt des Ortes,
wie vorher schon ein halbes Jahrtausend lang.
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