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 aktualisiert 21.02.08
 
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Geschichte Wolins - Blick zurück ins 9. Jahrhundert

Der Name der Insel ist auf einen Stamm zurückzuführen, der im 9. Jahrhundert die Insel bewohnte. Das kleine Volk der Woliner lebte in etwa 70 Siedliungen und hatte sich mächtig eingeigelt. Sie errichten umfangreiche Verteidigungsanlagen, anfangs lediglich aus Holzpalisaden bestehend und nach und nach durch Erdwälle ersetzt. Zusätzlich sicherten Wehrburgen das Gebiet der Woliner. Hauptstadt dieses Minireiches war die Burg Wolin. Sie lag an der damals vielbefahrenen Handelslinie zwischen der Ostsee und dem Süden. Der Winzstamm war klein aber fein. Guter Ackerboden und Fischreichtum begünstigten die wirtschaftliche Entwicklung, zusätzlich wurde gehandelt. Zahlreiche Zeugnisse aus jener Zeit belegen den relativen Wohlstand des Miniaturfüstentums Wolin. Angebetet wurde die Gottheit Swantewit, der Viergesichtige und vom Christentum hielt man ausgesprochen wenig.

Nachbildung Swantewits

Lange blieb das Volk aber nicht autonom. 997 eroberte der polnische König Miesko I. die Gegend. In den darauf folgenden 1000 Jahren war Wolin häufig genug Zankapfel zwischen den rivalisierenden Mächten an der Ostsee. Mal geriet es unter dänischen Einfluss, dann wieder unter deutschen, polnischen oder schwedischen. Leidtragende dieses jahrhundertelangen Ränkespiels war das einfache Volk. So wird berichtet, dass zu Zeiten des dreissigjährigen Krieges die Gegend halb entvölkert war.

Seit 1945 ist die Insel wieder polnisch und es besteht ein freundliches und entspanntes Miteinander mit den auf der Nachbarinsel Usedom lebenden Deutschen.

 

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 Rekonstruktion: Wolin vor 1000 Jahren
 
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