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Korrekt muss es heißen: Danziger Gassennamen, denn bis auf wenige
Ausnahmen kennte man in Danzig keine Straßen, sondern nur Gassen.
Eine Vielzahl von Namen geht auf Berufsbezeichnungen zurück:
Schmiede, Töpfer, Dreher, Röper (Seilmacher), Gerber, Böttcher,
Näthler, Scharmacher, Wollweber, Seifer, Hosennäher sind in den
Gassennamen erhalten geblieben.
Ein zweite Gruppe von Straßennamen sind von Tiernamen, von
Fischen und Vögeln hergeleitet: Hunde, Kater und Hühner, Kühe, Ziegen
und Kaninchen, Mäuse, Schwalben und Karpfen.
Nicht selten sind Danziger Straßennamen, die auf Kirchen und
Klöster Bezug nehmen: Barbara, Bartholomäus, Dominik, Elisabeth,
Johannes, Katharina, Petrus und Tobias.
Die Danziger waren schon immer ein trinkfestes Völkchen. Kein Wunder,
dass das Danziger Bier in manchen Namen vorkommt: Jopengasse, Hopfengasse,
Melzergasse und Hinter Adlers Brauhaus.
Danzigs Beziehung zum Meer kam in den Straßennamen zum Ausdruck,
die mit der Schifferei zu tun hatten: Werftgasse, Kielmeisterweg,
Brabank und Lastadie.
(vgl. dazu: Samp, Jerzy, Danzig von A bis Z, Bremen 1997, S. 257f)
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