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 aktualisiert 21.02.08
 
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Das Große Zeughaus in Danzig / Gdansk

Das Große Zeughaus
Zeughaus: historisches Photo

Das Große Zeughaus aus den Jahren 1601 bis 1609 ist vermutlich ein Werk nach den Plänen von Antony von Obbergen aus Mecheln in Holland. Ausgeführt wurde der Bau vom Danziger Architekten Hans Strakowski. Das Zeughaus gilt als das hervorragendste Beispiel des Niederländischen Manierismus in Danzig / Gdansk.

Zeughaus - Passage
Das Zeughaus von Innen
Passage im Erdgeschoss
Bild vergrößern! Zeughaus - Passage

Der Bau hat vier Giebel, von denen die beiden äußeren durch vorgesetzte Treppenhaustürme verdeckt sind. Die Giebel sind reich geschmückt mit zierlichen Sandsteinfriesen, schlanken Pyramiden, vielerlei Reliefköpfen, mit Waffen, Feldzeichen und platzenden Bomben. Über den Regentraufen sieht man Skulpturen von Soldaten in voller Kriegsmontur, die von Wilhelm Barth stammen. Auf den mittleren beiden Giebeln befinden sich zwei Sphinxe. Die Portale und die Fenster tragen helle Sandsteinfassungen und in einer Nische in der Mitte der Fassade steht die Pallas Athene.

Im 17. Jahrhundert hatte das Gebäude die Funktion eines Arsenals, das heißt, hier wurden Waffen für den Kriegsfall gelagert. Der steinerne Brunnen vor der Fassade hatte einst die Funktion, die "Pillen" -so nannten die Danziger die schweren Kanonenkugeln - aus dem Kellergewölbe zu hieven.

Später scheint das Große Zeughaus eine Art von Kriegsmuseum gewesen zu sein, jedenfalls wurden hier allerhand militärische Skurilitäten aufbewahrt. Den größten Eindruck sollen die mechanischen Puppen auf die Besucher gehabt haben. Eine dieser Puppen konnte selbst gehen, ja es gab sogar eine von selbst schießende Statue des Mars.

Im Zuge der Einnahme Danzigs durch die Franzosen im Jahre 1807 landeten viele Gegenstände des Großen Zeughauses in Frankreich, wo sie heute noch manches Museum schmücken. Während der Bestzung Danzigs durch französische Truppen diente das Große Zeughaus als Lazarett.

 
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 Das Große Zeughaus
 

Großes Zeughaus
Wielka Zbojownia
Targ Weglowy 6

 
 Das Große Zeughaus heute
 

Im Jahre 1923 wurde das Erdgeschoss des Großen Zeughauses zu einer Passage umgebaut, die den Kohlen- markt (Targ Weglowy) mit der Recht- stadt verband. Auch heute wird im Erdgeschoss noch gehandelt. Man kann beim Lebensmitteleinkauf die kurzen aber mächtigen Pfeiler bestaunen, die das Gewölbe des Zeughauses stützen.

In den oberen Geschossen des Zeug- hauses sind heute Abteilungen der Staatlichen Kunsthochschule unter- gebracht.

 
 Wyszkowski über das Große Zeughaus
 

Der Warschauer Dichter Michal Wyszkowski schrieb folgendes über das Große Zeughaus:

"Inmitten der ihn umgebenden Menge von Rittern schmückt Mars diesen Tempel mit seinem glänzenden Thron, und zu Füßen des Gottes schreckliche Zeichen des Krieges: Hier liegen Trompeten und Kessel, Büchsen und Helme. Zur Seite, mit Lorbeerkränzen auf ihren Häuptern, schauen auf diesen Mars die polnischen Könige."