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Nikolaikirche (Dominikanerkirche)
Die Nikolaikirche oder Dominikanerkirche ist die älteste
Kirche Danzigs. Das exakte Datum ihrer Entstehung ist unbekannt,
aber sie lässt sich bereits im 12. Jahrhundert nachweisen.
Im Jahre 1227 schenkte Herzog Świetopolk die Kirche
dem aus Krakau stammenden Dominikanerorden, die danach neben der
Kirche ein Kloster gründeten. Im 14. Jahrhundert wurde die Nikolaikirche
zu ihrer heute noch erhaltenen Form umgebaut. Im 16. Jahrhundert
geriet die Kirche in die Wirren der Reformationskämpfe, wodurch
manch sakrale Gegenstände zerstört wurde.
Die Nikolaikirche wurde im zweiten Weltkrieg nicht
zerstört. Während viele andere Bauten rings um die Kirche in
Schutt und Asche versanken, blieb sie wie durch ein Wunder erhalten.
Man erzählt sich, dass zwei Küster der Kirche sowjetische Soldaten
mit zwei Flaschen Wodka bestachen und damit die Kirche vor dem Anzünden
bewahrten.
Das sich neben der Kirche befindliche Dominikanerkloster
brannte 1813 ab. Es wurde nicht wieder neu errichtet. An seiner
Stelle wurde 1896 die heute noch existierende Markthalle gebaut.
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| Nikolaikirche (Dominikanerkirche) |
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Nikolaikirche / Kościół Św. Mikołaja
Johannisgasse 72 / Świętojańska 72
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| Der Dominik / Dominikanermarkt |
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Seit mehr als 700 Jahren wird in Danzig in
den ersten Augustwochen ein Dominikanermarkt abgehalten, von
den Danziger liebevoll Dominik genannt. Der Ursprung dieses Marktes
geht auf ein Ablassprivileg zurück, das der Papst Alexander IV. dem
Danziger Dominikanerorden am Tag des Heiligen Dominikus (5.
August) im Jahre 1260 gewährte. Seit diesem Jahr wird der Dominik
alljährlich im August nicht nur in der Nikolaikirche gefeiert, sondern
ebenfalls in den Gassen der Rechtstadt. Im 16. Jahrhundert beschreibt
ein päpstlicher Nuntius den Markt so:
"Im Monat August findet hier ein großer, von St. Dominik an 14
Tage und länger dauernder großer Jahrmarkt statt, zu dem Deutsche,
Franzosen, Engländer, Spanier und Portugiesen zusammen- kommen. Dann
laufen in den Hafen auch über 400 Schiffe ein, beladen mit französischem
und spanischem Wein, Seide, Konfitüren und anderen spa- nischen Erzeugnissen,
mit portugie- sischen Gewürzen, englischem Zinn und Tuchen."
Man konnte Händler aus vielen Ländern treffen, Schauspieltruppen,
Artisten und Gaukler bewundern, man konnte sein Geld bei Lotteriebetreibern
loswerden oder einfach nur die vielen Attraktionen bewundern, die
aus Anlass des Dominiks von weither nach Danzig gekommen waren.
Auch heute noch ist der Dominik das größte Fest des Jahres
in Danzig. Eröffnet wird er mit dem symbolischen Einzug des Königs
und seines Hofstaates in die Stadt, alle in historischen Kostümen.
In vielen Gassen der Rechtstadt sind Bühnen aufgebaut, überall wird
Straßenkunst präsentiert, und natürlich kommt auch das leibliche Wohl
beim Dominik nicht zu kurz. Besonders interessant ist der Dominikanermarkt
für Liebhaber alter Bücher und Antiquitäten. |
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