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 aktualisiert 21.02.08
 
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Nikolaikirche (Dominikanerkirche)

Die Nikolaikirche oder Dominikanerkirche ist die älteste Kirche Danzigs. Das exakte Datum ihrer Entstehung ist unbekannt, aber sie lässt sich bereits im 12. Jahrhundert nachweisen.

Nikolaikirche
Die Nikolaikirche Bild vergrößern!
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Im Jahre 1227 schenkte Herzog Świetopolk die Kirche dem aus Krakau stammenden Dominikanerorden, die danach neben der Kirche ein Kloster gründeten. Im 14. Jahrhundert wurde die Nikolaikirche zu ihrer heute noch erhaltenen Form umgebaut. Im 16. Jahrhundert geriet die Kirche in die Wirren der Reformationskämpfe, wodurch manch sakrale Gegenstände zerstört wurde.

Die Nikolaikirche wurde im zweiten Weltkrieg nicht zerstört. Während viele andere Bauten rings um die Kirche in Schutt und Asche versanken, blieb sie wie durch ein Wunder erhalten. Man erzählt sich, dass zwei Küster der Kirche sowjetische Soldaten mit zwei Flaschen Wodka bestachen und damit die Kirche vor dem Anzünden bewahrten.

Das sich neben der Kirche befindliche Dominikanerkloster brannte 1813 ab. Es wurde nicht wieder neu errichtet. An seiner Stelle wurde 1896 die heute noch existierende Markthalle gebaut.

 
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 Nikolaikirche (Dominikanerkirche)
 

Nikolaikirche / Kościół Św. Mikołaja
Johannisgasse 72 / Świętojańska 72

 
 Der Dominik / Dominikanermarkt
  Seit mehr als 700 Jahren wird in Danzig in den ersten Augustwochen ein Dominikanermarkt abgehalten, von den Danziger liebevoll Dominik genannt. Der Ursprung dieses Marktes geht auf ein Ablassprivileg zurück, das der Papst Alexander IV. dem Danziger Dominikanerorden am Tag des Heiligen Dominikus (5. August) im Jahre 1260 gewährte. Seit diesem Jahr wird der Dominik alljährlich im August nicht nur in der Nikolaikirche gefeiert, sondern ebenfalls in den Gassen der Rechtstadt. Im 16. Jahrhundert beschreibt ein päpstlicher Nuntius den Markt so:
"Im Monat August findet hier ein großer, von St. Dominik an 14 Tage und länger dauernder großer Jahrmarkt statt, zu dem Deutsche, Franzosen, Engländer, Spanier und Portugiesen zusammen- kommen. Dann laufen in den Hafen auch über 400 Schiffe ein, beladen mit französischem und spanischem Wein, Seide, Konfitüren und anderen spa- nischen Erzeugnissen, mit portugie- sischen Gewürzen, englischem Zinn und Tuchen."
Man konnte Händler aus vielen Ländern treffen, Schauspieltruppen, Artisten und Gaukler bewundern, man konnte sein Geld bei Lotteriebetreibern loswerden oder einfach nur die vielen Attraktionen bewundern, die aus Anlass des Dominiks von weither nach Danzig gekommen waren.
Auch heute noch ist der Dominik das größte Fest des Jahres in Danzig. Eröffnet wird er mit dem symbolischen Einzug des Königs und seines Hofstaates in die Stadt, alle in historischen Kostümen. In vielen Gassen der Rechtstadt sind Bühnen aufgebaut, überall wird Straßenkunst präsentiert, und natürlich kommt auch das leibliche Wohl beim Dominik nicht zu kurz. Besonders interessant ist der Dominikanermarkt für Liebhaber alter Bücher und Antiquitäten.