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 aktualisiert 21.02.08
 
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Das Krantor in Danzig / Gdansk - Wahrzeichen der Stadt

Krantor
Krantor - alte Photos Krantor

Das Krantor in Danzig ist Wahrzeichen der Stadt und meistphotographiertes Gebäude. Hier befand sich bereits im 14. Jahrhundert ein Gebäude mit zwei Funktionen, als Tor und als Kran. In seiner heutigen Form besteht es seit etwa 1440, als das vorher hier stehende Tor bei einem Brand stark beschädigt und dann neu aufgebaut wurde. Die beiden bis zu vier Meter dicken Ziegeltürme hatten im Mittelalter eine Verteidigungsfunktion, denn sie dienten dazu, die Stadt von der Hafenseite her zu schützen.

Krantor
Krantor

Zwischen den Backsteintürmen entstanden zwei hölzerne Hebevorrichtungen, die die Aufgabe hatte, Lasten mit einem Gewicht von bis zu vier Tonnen zu heben. In Höhe von 12 Metern und 25 Metern war je ein Rad mit einer mächtigen Spindel angebracht, auf die ein Hanfseil gewickelt war. Die hölzernen Räder mit einem Durchmesser von 5 Metern wurden im Innern durch Sträflinge angetrieben. Das Rad bewegte die Welle und auf diese Weise wickelte sich das Hanfseil auf, das die Lasten trug.

Neben dem Be- und Entladen von Schiffen diente das Krantor vor allem dazu, Masten in Schiffneubauten einzusetzen.

 
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 Wiederaufbau des Krantores nach ´45
 

KrantorIm Mai 1945 war das Krantor ein einziger Schutthaufen. Die Holz- konstruktion war im Bombenhagel verglüht und die massiven Backsteintürme hatten ebenfalls schwer unter dem Krieg gelitten. Nach dem Krieg wurde das Krantor sorgfältig restauriert und dient heute als Gebäude des Zentralen Meeresmuseums.

 
 Schema des Krantores
  KrantorSo wurden Lasten mit dem Krantor gehoben: Sträflinge mussten in die Holzräder kriechen und mit ihrem Körpergewicht die Räder bewegen, die wiederum Hanfseile auf- wickelten.