Kiek in de Kök in Danzig / Gdansk
Der mittelalterliche Turm hat deshalb den Danziger
Kosenamen Kiek in de Kök ("Schau in die Küche!")
erhalten, weil die Turmwächter in die darunter liegende Küche des
Dominikanerklosters sehen konnten und nachzählen konnten, wieviel
gebratene Hähnchen sich die Klosterbrüder zu Gemüte führten. Das
Kloster existiert schon seit nahezu zweihundert Jahren nicht mehr,
es brannte 1831 ab und wurde später abgerissen, geblieben aber ist
der Name des Turmes, der von den polnischen Danzigern "Jacek"
genannt wird, nach dem Heiligen Jack Odrowąż.
Der 36 Meter hohe achteckige Turm mit Ziegelhaube wurde
gegen Ende des 14. Jahrhunderts erbaut und war Bestandteil des mittelalterlichen
Befestigungsrings um Danzig. Der Turm hat acht Stockwerke, seine
Mauern sind bis zu zweieinhalb Meter dick. Im 17. und 18. Jahrhundert
wurde der Turm auch als Warenlager, als Beobachtungsturm oder als
Gefängnis genutzt.
Wo früher die Stadt verteidigt, später die Ganoven
der Stadt in den Kerker gesteckt wurden, da werden heute an seinem
Fuss friedliche Blümchen verkauft.
|