Das Hohe Tor in Danzig / Gdansk
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| Hohes Tor und Stockturm in einer
historischen Aufnahme |
Das Hohe Tor war einst Bestandteil einer mittelalterlichen
Vier-Tore-Befestigung im Westen der Stadt. Wenn man von Danziger
Höhen (daher der Name "Hohes Tor") in die Stadt gelangen
wollte, war erst eine gestaffelte Abfolge von Toren zu überwinden:
Hohes Tor, Peinkammer, Stockturm und schließlich das Langgasser
Tor oder Goldenes Tor. Vor dem Hohen Tor befand sich ein Wassergraben,
rechts und links von ihm die Wälle der Danziger Stadtbefestigung,
die von 1890 bis 1895 niedergelegt wurden. An ihrer Stelle entstand
der "Heumarkt".
Das Hohe Tor war ursprünglich ein eher schlichtes Backsteintor.
ein reines Funktionstor, das einem Ansturm feindlicher Truppen standhalten
sollte. Der Rat der Stadt Danzig beschloss dann eine Verschönerung
im Stil eines antiken Triumphbogens, und so ließ der Architekt
Wilhelm van dem Blocke den Ziegelkern in dem Jahr 1586 unter einer
Sandsteinverkleidung verschwinden. Der Rat war zufrieden. Nun war
die "via thriumphalis" vom Hohen Tor bis zum Grünen Tor
genügend repräsentativ gestaltet.
Die Attika schmückt ein breites Relief, das drei Wappen
erhält. In der Mitte zeigt es den polnischen Adler mit der
Inschrift "Gerechtigkeit und Frömmigkeit sind die beiden Grundpfeiler
des Staatswesens!" (Justitia et pietas duo sunt regnorum omnium
fundamenta.). Der Volksmund las nur den letzten Teil "rum omnium
fundamenta" und übersetzte das mit "Rum ist die Grundlage
unseres Lebens!".
Unter dem Danziger Wappen findet sich der Spruch
"Friede, Freiheit, Eintracht, das sind die schönster Güter,
die die Städte erreichen können!", im lateinischen Original
"Civitatibus haec optanda bona maxima: pax, libertas, concordia".
Da es sich die Danziger mit niemandem verderben wollten, wurde auch
das preußische Wappen auf dem Hohem Tor appliziert. Sein
Wappen ziert der Spruch "Weise ist alles, was zum Wohle des
Landes geschieht!", auf Latein "Sapientissime fiunt omnia,
quae pro re publica fiunt".
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