Gdansk / Danzig
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 aktualisiert 21.02.08
 
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Das Zwillingshaus in Danzig / Gdansk

Das Zwillingshaus in der Brotbänkengasse / Chlebnicka - leicht zu erkennen an der spätgotischen Fassade mit den Zinnen am First - ist das Haus mit der merkwürdigsten Geschichte. Das repräsentative Haus stammt aus dem Jahre 1520 und war der Stammsitz verschiedener Patrizierfamilien.

Das Zwilingshaus (rechts) in der Brotbänkengasse

Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts wurde es an den Maurermeister Gronau verkauft und sollte einem Neubau weichen; das baufällige Haus war schließlich schon vierhundert Jahre alt. Der Maurermeister hatte mit dem Abbruch schon begonnen, als in Danzig Protest gegen die Vernichtung spätgotischer Architektur laut wurde. Das wegen seiner Schönheit in die Sammlung deutscher Denkmäler aufgenomme Haus erregte so die Aufmerksamkeit des preußischen Thronfolgers Wilhelm III., der keine Mühe scheute, das Haus zu retten.

Unter der Leitung von Karl Friedrich Schinkel wurde die Fassade des Hauses 1822 Stein für Stein abgetragen und nach Berlin transportiert. Dort wurde es auf der Pfaueninsel im Berliner Wannsee wieder aufgebaut. Hier kann man das spätgotische Haus aus Danzig heute immer noch betrachten.

In Danzig entstand dafür 1825 ein Neubau. Er wurde wie so viele Häuser in der Brotbänkengasse in den letzten Kriegsnächten ein Opfer der Bomben.

Bei dem Wiederaufbau nach 1945 griffen die Architekten auf den spätgotischen Entwurf von 1520 zurück. So entstand ein Zwilling des Originals von der Pfaueninsel bei Berlin.

 
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 Das Zwillingshaus in Danzig
 

Zwillingshaus
Brotbänkengasse 14 / Chelbicka 14
(Zugang durch das Englische Haus)

 
 Das Kavalierhaus in Berlin
 

Das Kavalierhaus in BerlinDas Kavalierhaus auf der Paueninsel in Berlin. Photo größer! Photo vergrößern!

 

Das Kavalierhaus auf der Pfaueninsel in Berlin wurde 1803 und 1804 für den Betrieb einer Musterlandwirtschaft und als Gärtnerwohnung erbaut. Die Fassade des Hauses kostete 300 Taler, wurde in Danzig abgetragen und in Berlin wieder aufgebaut.

Photo des Kavalierhauses mit freundlicher Genehmigung von www.hobbyuo.de