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 aktualisiert 21.02.08
 
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Das Steffensche Haus oder Goldene Haus

Ursprünglich war das "Goldene Haus" unter dem Namen "Steffenshaus" oder "Speymanhaus" bekannt. Gebaut wurde es im Jahre 1609 für den Kaufmann und damaligen Bürgermeister von Danzig Johann Speymann. Architekt des Goldenen Hauses war Abraham van dem Blocke, der ebenfalls den opulenten, plastischen Figurenschmuck der Hausfassade entworfen hat.

Steffenshaus, Speymann- haus oder Goldenes Haus / Zlota Kamienica

Die Vielzahl von mit echtem Blattgold belegten Figuren, Köpfen, Schmuckelementen macht das Steffensche Haus zu einem der bekanntesten Häuser in der Danziger Rechtstadt. Ganz oben auf dem nach vorn abgewalmten Dachfirst thront Göttin Fortuna, unter ihr auf der Balustrade sehen wir Kleopatra und Ödipus, Achilles und Antigone. Auf den einzelnen Stockwerken stehen Bildnisse aus der Antike, aber auch der deutsche Kaiser Otto III. und der polnische König Wladyslaw Jagiello finden sich neben dem Wappen des Speymannschen Hauses

Nicht allen Architekturkritikern hat das gefallen. August Grisebach meint: "Das Steffensche Haus, dessen Fassade ein Rostocker Bildhauer 1909 ‹ von oben bis unten mit Bildwerken versehen › hat, ist das späteste und reichste in dieser Reihe, nicht das geschmackvollste. Die Gesamterscheinung leidet unter dem Unmaß des Details. Bei den schmalen Fronten lag die Versuchung immer nahe. Aber jetzt fehlt der Fülle der Gesichter und Embleme die Zartheit im einzelnen, die früher ein Zuviel entschuldigte. Der Bauherr, ein Herr Speymann von der Speye, ... kam sich sich hinter dieser reichen Front sicherlich sehr gebildet vor." (Zitat aus: August Grisebach, Danzig, Leipzig 1908, Nachdruck 1999, S. 38f).

 
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 Goldenes Haus
 

Steffenshaus / Goldenes Haus /
Zlota Kamienica
Langer Markt 41 / Dlugi Targ 41
Kein Publikumsverkehr

 
 Bürgermeister Johann Speymann
  Der Auftraggeber des Goldenen Hauses, Johann Speymann, war Mitglied einer alten Danziger Patrizierfamilie. Er war als aufgeklärter Humanist bekannt und förderte gemeinsam mit seiner Frau tatkräftig die schönen Künste in Danzig. Auf einer Reise nach Rom wurde Johann Speymann vom Papst Clemens VIII. empfangen und zum Goldenen Ritter geschlagen, eine außergewöhnliche Ehrung für einen Protestanten.
 
 Legende über das Steffenshaus
  In Danzig hielt sich lange Zeit hartnäckig die Legende, dass der figürliche Schmuck der Fassade ein Werk italienischer Meister sei. Auf dem Schifftransport von Italien nach Danzig sei die kostbare Fracht verloren gegangen. Lediglich die Elemente, die eigentlich für die Rückfront des Hauses vorgesehen waren, hätten den Bestimmungshafen Danzig erreicht und seien schließlich an der Front des Hauses angebracht worden.
 
 Das Steffenshaus heute
  Das Steffensche Haus ist heute der Sitz des polnischen Meeresinstituts.