Das Steffensche Haus oder Goldene Haus
Ursprünglich war das "Goldene Haus"
unter dem Namen "Steffenshaus" oder "Speymanhaus"
bekannt. Gebaut wurde es im Jahre 1609 für den Kaufmann und damaligen
Bürgermeister von Danzig Johann Speymann. Architekt des Goldenen
Hauses war Abraham van dem Blocke,
der ebenfalls den opulenten, plastischen Figurenschmuck der Hausfassade
entworfen hat.
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| Steffenshaus, Speymann- haus
oder Goldenes Haus / Zlota Kamienica |
Die Vielzahl von mit echtem Blattgold belegten Figuren,
Köpfen, Schmuckelementen macht das Steffensche Haus zu einem der
bekanntesten Häuser in der Danziger Rechtstadt. Ganz oben
auf dem nach vorn abgewalmten Dachfirst thront Göttin Fortuna,
unter ihr auf der Balustrade sehen wir Kleopatra und Ödipus,
Achilles und Antigone. Auf den einzelnen Stockwerken
stehen Bildnisse aus der Antike, aber auch der deutsche Kaiser Otto
III. und der polnische König Wladyslaw Jagiello finden sich neben
dem Wappen des Speymannschen Hauses
Nicht allen Architekturkritikern hat das gefallen.
August Grisebach meint: "Das Steffensche Haus, dessen Fassade
ein Rostocker Bildhauer 1909 ‹ von oben bis unten mit Bildwerken
versehen › hat, ist das späteste und reichste in dieser Reihe,
nicht das geschmackvollste. Die Gesamterscheinung leidet unter dem
Unmaß des Details. Bei den schmalen Fronten lag die Versuchung immer
nahe. Aber jetzt fehlt der Fülle der Gesichter und Embleme die Zartheit
im einzelnen, die früher ein Zuviel entschuldigte. Der Bauherr,
ein Herr Speymann von der Speye, ... kam sich sich hinter dieser
reichen Front sicherlich sehr gebildet vor." (Zitat aus: August
Grisebach, Danzig, Leipzig 1908, Nachdruck 1999, S. 38f).
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