Schumann-Haus
Das Schumann-Haus befindet sich gegenüber dem Rathaus
der Rechtstadt an der Ecke der Langen
Gasse mit dem Langen Markt. Es gilt als eines der schönsten
Bürgerhäuser Danzigs.
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| Das Schumann-Haus in der Langgasse |
Während das gesamte Haus im letzten Krieg einen Volltreffer
erhalten hatte, blieb die verschwenderische Renaissancefassade zur
Langgasse hin teilweise erhalten. Liebevoll restauriert beherbergt
das 1560 erbaute Haus heute ein touristisches Büro.
Der halbe Olymp, viele mythologische Gestalten
sind auf der Fassade zu betrachten. Zeus thront auf der Giebelspitze,
unter ihm befinden sich Arthemis, Apollo, Diana, Athene, Bacchus
und Hera. Ihr Blick geht auf Gott Neptun, der unter ihnen auf dem
Neptunbrunnen seinen
Dreizack hält.
Der Erbauer des Patrizierhauses ist unbekannt, aber
lange Zeit wurde es von der Ratsherrenfamile Schumann bewohnt.
Mitte des 16. Jahrhunderts war die Familie Schumann aus Konitz nach
Danzig gekommen und stieg schnell zu einer der einflussreichsten
Familien Danzigs auf. Mehrere Schumann stellten im 17. Jahrhundert
den Bürgermeister in Danzig. Der letzte in der Reihe der Danziger
Politiker war Ernst Schumann, Stadtpräsident der Freien Stadt Danzig,
als sie 1814 von Preußen annektiert wurde. Eine Grabplatte im Fußboden
der Danziger Marienkirche vom Danziger Ratsherr Arnold Schumann,
gestorben 1725, zeugt heute von der Familie der Politiker Schumann
in Danzig.
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