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Haus der Naturforschenden Gesellschaft
Architekt dieses merkwürdigen, fünfstöckigen, Ende
des 16. Jahrhunderts errichteten Gebäudes mit Aussichtsturm ist
Antoni von Obberghen. Es erregt Aufmerksamkeit wegen seines
markanten, stadtbildprägenden, mehrstöckigen Erkers mit aufgesetztem
Turm über den Dächern Danzigs und wegen seiner exponierten Lage
neben dem Frauentor direkt an der Mottlau. Früher wurde vom Turm
aus der Schiffsverkehr auf der Mottlau beobachtet.
Im Jahre 1845 ging das Haus in die Hände der Naturforschenden
Gesellschaft über, die es zu ihrem Stammsitz machte. Damals
wurde im Dach des Hauses eine heute nicht mehr vorhandene Sternwarte
eingerichtet. Im Gewölbekeller befand sich früher eine bekannte
Kneipe. Nach den Kriegszerstörungen wurde das Haus in den Jahren
1956 bis 1961 wiederhergestellt.
Das Haus der Naturforschenden Gesellschaft ist heute
die Heimat des Archäologischen Museums. Eine Dauerausstellung
beschäftigt sich mit der mehr als tausendjährigen Geschichte Danzigs
und Pommerns. Weiterhin findet der Besucher hier alles, was mit
Bernstein zu tun hat. Eine Fülle von naturbelassenem Bernstein wird
hier ebenso gezeigt wie bearbeiteter Bernstein, Werkzeuge zur Bernsteinbearbeitung
und viele weitere Exponate, die mit Bernstein im weitesten Sinne
zu tun haben. Schließlich gibt es eine ethografisch orientierte
Ausstellung im Haus der Naturforschenden Gesellschaft.
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| Haus d. Naturforschenden
Gesellschaft |
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Haus d. Naturforschenden Gesellschaft
(Archäologisches Museum)
Dom Towarzystwa Przyrodniczego
(Muzeum Archeologiczne)
Frauengasse 25/26 / Mariacka 25/26
Tel.: 301 50 31
Fax: 301 52 28
mail: mag@archeologia.pl
Öffnungszeiten:
Di., Do, Fr.: 9.00 bis 16.00 Uhr
Mi.: 10.00 bis 17.00 Uhr
Sa. und So.: 10.00 bis 16.00 Uhr
Mo.: geschlossen
Eintritt: 4,- Złoty
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| Die Naturforschende Gesellschaft |
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Die Naturforschende Gesellschaft in Danzig wurde 1743 gegründet
und war damit eine der ersten "Vereinigungen gelehrter Männer"
an der östlichen Ostsee. Gründer der "Societas Physicae Experimentalis",
wie sich die Naturforschende Gesellschaft damals nannte, war Daniel
Gralath, Ratsherr der Rechtstadt und späterer Bürger- meister von
Danzig. Verdienter Mäzen dieser Gesellschaft war Fürst Józef
Aleksander Jabłonowski. Er war ein großer Bewunderer der
Wissenschaft, der sogar einen Preis für hervorragende wissen- schaftliche
Arbeiten auslobte, der jährlich vergeben werden sollte.
Besonders vernarrt war Jabłonowski in die Idee des legendenumwobenen
ersten polnischen Herrschers Lech, dessen Existenz er nachzuweisen
hoffte. Als die Danziger Naturforschende Gesellschaft den Hauptpreis
dem jungen Petersburger Forscher August L. Schlözer zuerkannten,
der zweifelsfrei nachwies, dass Lech nie existierte, zog der tief
getroffene Fürst Jabłonowski seine Gelder zurück und gründete
in Leipzig eine eigene Jabłonowski-Gesellschaft.
Der Naturforschenden Gesellschaft tat das keinen Abbruch. Sie wuchs
und gedieh und brachte wichtige Impulse für die wissenschaftliche
Forschung in Danzig. Bis zum 2. Weltkrieg hatte sie sogar ein eigenes
Museum am Grünen Tor. Letzlich war die Naturforschende Gesellschaft
die Triebfeder für die Gründung der Technischen Hoch-schule,
die heute Politechnika Gdanska heisst.
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