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 aktualisiert 21.02.08
 
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Haus der Naturforschenden Gesellschaft

Haus der Naturforschenden Gesellschaft
Bild vergrößern!Haus der Naturforschenden Gesellschaft - historische Photos

Architekt dieses merkwürdigen, fünfstöckigen, Ende des 16. Jahrhunderts errichteten Gebäudes mit Aussichtsturm ist Antoni von Obberghen. Es erregt Aufmerksamkeit wegen seines markanten, stadtbildprägenden, mehrstöckigen Erkers mit aufgesetztem Turm über den Dächern Danzigs und wegen seiner exponierten Lage neben dem Frauentor direkt an der Mottlau. Früher wurde vom Turm aus der Schiffsverkehr auf der Mottlau beobachtet.

Im Jahre 1845 ging das Haus in die Hände der Naturforschenden Gesellschaft über, die es zu ihrem Stammsitz machte. Damals wurde im Dach des Hauses eine heute nicht mehr vorhandene Sternwarte eingerichtet. Im Gewölbekeller befand sich früher eine bekannte Kneipe. Nach den Kriegszerstörungen wurde das Haus in den Jahren 1956 bis 1961 wiederhergestellt.

Haus der Naturforschenden Gesellschaft
Bild vergrößern!Haus der Naturforschenden Gesellschaft - historische Photos

Das Haus der Naturforschenden Gesellschaft ist heute die Heimat des Archäologischen Museums. Eine Dauerausstellung beschäftigt sich mit der mehr als tausendjährigen Geschichte Danzigs und Pommerns. Weiterhin findet der Besucher hier alles, was mit Bernstein zu tun hat. Eine Fülle von naturbelassenem Bernstein wird hier ebenso gezeigt wie bearbeiteter Bernstein, Werkzeuge zur Bernsteinbearbeitung und viele weitere Exponate, die mit Bernstein im weitesten Sinne zu tun haben. Schließlich gibt es eine ethografisch orientierte Ausstellung im Haus der Naturforschenden Gesellschaft.

 
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 Haus d. Naturforschenden Gesellschaft
 

Haus d. Naturforschenden Gesellschaft
(Archäologisches Museum)
Dom Towarzystwa Przyrodniczego
(Muzeum Archeologiczne)
Frauengasse 25/26 / Mariacka 25/26
Tel.: 301 50 31
Fax: 301 52 28
mail: mag@archeologia.pl
Öffnungszeiten:
Di., Do, Fr.: 9.00 bis 16.00 Uhr
Mi.: 10.00 bis 17.00 Uhr
Sa. und So.: 10.00 bis 16.00 Uhr
Mo.: geschlossen
Eintritt: 4,- Złoty

 
 Die Naturforschende Gesellschaft
 

Die Naturforschende Gesellschaft in Danzig wurde 1743 gegründet und war damit eine der ersten "Vereinigungen gelehrter Männer" an der östlichen Ostsee. Gründer der "Societas Physicae Experimentalis", wie sich die Naturforschende Gesellschaft damals nannte, war Daniel Gralath, Ratsherr der Rechtstadt und späterer Bürger- meister von Danzig. Verdienter Mäzen dieser Gesellschaft war Fürst Józef Aleksander Jabłonowski. Er war ein großer Bewunderer der Wissenschaft, der sogar einen Preis für hervorragende wissen- schaftliche Arbeiten auslobte, der jährlich vergeben werden sollte.

Besonders vernarrt war Jabłonowski in die Idee des legendenumwobenen ersten polnischen Herrschers Lech, dessen Existenz er nachzuweisen hoffte. Als die Danziger Naturforschende Gesellschaft den Hauptpreis dem jungen Petersburger Forscher August L. Schlözer zuerkannten, der zweifelsfrei nachwies, dass Lech nie existierte, zog der tief getroffene Fürst Jabłonowski seine Gelder zurück und gründete in Leipzig eine eigene Jabłonowski-Gesellschaft.

Der Naturforschenden Gesellschaft tat das keinen Abbruch. Sie wuchs und gedieh und brachte wichtige Impulse für die wissenschaftliche Forschung in Danzig. Bis zum 2. Weltkrieg hatte sie sogar ein eigenes Museum am Grünen Tor. Letzlich war die Naturforschende Gesellschaft die Triebfeder für die Gründung der Technischen Hoch-schule, die heute Politechnika Gdanska heisst.