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 aktualisiert 21.02.08
 
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Das Ferberhaus in Danzig / Gdansk

Das Ferberhaus wurde im Jahre 1560 im Stil der nieder- ländischen Renaissance errichtet. Bauherr war Konstantin Ferber, Bürgermeister von Danzig. Er ließ den Hausfries mit den Wappen Polens, Preußens und Danzigs schmücken. Auch das Ferbersche Wappen - drei Schweineköpfe - wurde auf der Fassade angebracht.

Die drei Schweinsköpfe an der Fassade des Ferberhauses.

Das Geschlecht der Ferbers beherrschte Jahrhunderte lang die Politik in Danzig. Insgesamt gab es fünf Danziger Bürgermeister mit Namen "Ferber". Andere Söhne der Ferber-Dynastie wurden Danziger Stadtpfarrer, ein weiterer Ferber, Moritz Ferber, wurde Bischof von Ermland.

Die Legenden um das Geschlecht der Ferber führten zu zahlreichen Bearbeitungen in der populären Literatur Danzigs. So erlebte ein Roman von Else Sparwasser, "Ferberblut", in der Zeit der Danziger Freien Stadt mehrere Auflagen.

Auch zwei weitere Häuser in der Nachbarschaft des Ferberschen Hauses (Langgasse 29 / Dluga 29 , das Ende des 19. Jahrhunderts von Lesser Gieldzinski bewohnt wird, sowie Langgasse 30 / Dluga 30) besizen beachtenswerte Fassaden, die vermutlich von Abraham van den Blocke stammen.

 

 
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 Haus der Ferber
 

Ferberhaus / Dom Ferberow
Langgasse 28 / Dluga 28
Kein Publikumsverkehr!

 
 Das Ferberhaus:  Adam und Eva
 

Alle Häuser in Danzig besaßen früher eigene Namen. So war der "Mohr" bekannt und der "Pelikan". Das Haus in der Langgasse 28 (Dluga 28) trug immer den Namen "Adam und Eva".

Der Name hängt mit einem unbekannten Besitzer des Haus aus der Zeit vor dem Ferbers zusammen. Der Eigentümer war Gewürzhändler und sehr reich, aber unglücklich, weil er keine Frau hatte. chließlich erwählte er die Tochter eines hochverschuldeten Ratsherren. Doch der Ehe war Unglück beschieden. Ein Jahr nach der Hochzeit starb die Ehefrau. Es hielten sich Gerüchte, der Ehemann sei für den Tod seiner Frau verantwortlch. Niemand konnte ihm etwas nachweisen, aber nach den Vorwürfen verfiel der Kaufmann zusehends. Er gab sein Gewerbe auf und verfiel okkulten Techniken. Da kam ein italienischer Scharlatan in die Stadt und versprach ihm, seine Frau aus dem Jenseits erscheinen zu lassen. Bei der anschließenden Geistersitzung, bei der auch die biblischen Eltern Adam und Eva sowie Heerscharen von Verdammten auftauchten, kamen Diener und Hund auf grausamste Weise ums Leben. Der Kaufmann ließ zur Erinnerung an diesen denkwürdigen Tag ein Flachrelief von Adam und Eva schnitzen und es über der Haustür anbringen. Nicht viel später kam der Kaufmann selbst ums Leben. Es wird gesagt, dass sein Haus danach mehr als 100 Jahre unbewohnt blieb und von den Passanten gemieden wurde.

 
 "Romeo und Julia" in Danzig
  Ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte der Ferbers ist die Neuauflage der alten Shakespeareschen Tragödie von "Romeo und Julia". Weiter!