Gdansk / Danzig
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 aktualisiert 21.02.08
 
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Die Georgshalle in Danzig / Gdansk

Georgshalle
Photo vergrößern!Georgshalle
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Ende des 15. Jahrhunderts kam der Artushof in den Besitz der Stadt Danzig, Bald wurden auch einfachere Bürger im Artushof zugelassen. Dieser Verlust an Exklusivität gefiel der Georgsbrüder- schaft gar nicht. Man beschloss, eine eigene Versammlungshalle zu bauen. Ein geeignetes Grundstück hatte die Brüderschaft neben dem Goldenen Tor, und so entstand ab dem Jahre 1487 nach den Plänen des Baumeisters Hans Glothau das neue Versammlungshaus "Georgshalle".

Das quadratische Gebäude mit einer Seitenlänge von 14 Metern ist im Stil der spätgotischen Architektur des 15. Jahrhunderts erbaut. Das zweigeschossige Gebäude hat ein Zeltdach mit einem erst 1566 errichteten Turm, auf dem sich die in Kupfer getriebene, heilige Figur des Drachen-Töters St. Georg befindet. Heute befindet sich auf dem Dach lediglich eine Replik dieser Figur. Die Originalskulptur können Sie im Nationalmuseum (Museum Narodowe) besichtigen.

Im ersten Stock war der eigentliche Versammlungsraum, erhellt auf jeder Seite von je vier hohen Fenstern. Hier fanden die Sitzungen der Brüderschaft statt, aber auch Feierlichkeiten und Theateraufführungen. Das Erdgeschoss wurde früher als Waffenarsenal für den naheliegenden Schießplatz genutzt.

Im 19. Jahrhundert war in der Georgshalle eine Kunstschule untergebracht, vor dem zweiten Weltkrieg wurde das Erdgeschoss als Blumengeschäft genutzt. Heute ist die Georgshalle die Danziger Dependance des Polnischen Architektenverbandes.

 
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 Die Georgshalle in Danzig
 

Georgshalle
Dwor Bractwa Sw. Jerzego
Targ Weglowy 27
kein Publikumsverkehr

 
 Schießstand für Armbrustschützen
 
Georgshalle - historisches Photo

Vor der Georgshalle befand sich im 16. Jahrhundert ein Schieß-stand für die Patrizier Danzigs. Hier konnte sich der junge Stadtadel im Armbrust- schießen üben.

 
 Der heilige Georg
  Der heilige Georg ist im Mittelalter das Leitbild der christlichen Ritterschaft. Georg, ein aus Kappadokien (Türkei) stammender Soldat, wurde von Richard Löwenherz zu seinem persönlichen Schutzherrn ernannt und starb im Jahre 305 bei der Christenverfolgung einen Märtyrertod. Nur wenige Fakten sind über ihn bekannt, dafür ist seine Figur umso stärker Stoff für zahlreiche Legenden. So erschien er den Kreuzfahrern und führte sie zum Sturm auf Jerusalem an. Der heilige Georg wird oft dargestellt mit Schwert oder Lanze und Schild, wie er den Drachen tötet.
 
 Sehenswürdigkeiten in der Nähe
  Gleich neben der Georgshalle steht das Goldene Tor und bis zum Hohen Tor und zum Stockturm mit der Peinkammer sind es ebenfalls nur wenige Schritte.