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 aktualisiert 21.02.08
 
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Die Frauengasse / ul. Mariacka in Danzig / Gdansk

Frauengasse
Photo vergrößern!Frauengasse - ulica Mariacka - Photo vergrößern!

Die Frauengasse / ul. Mariacka war komplett zerstört und wurde in den fünfziger und sechziger Jahren wieder aufgebaut. Sie führt vom Chor der Marienkirche zur Mottlau herunter, wo sie am mittel- alterlichen Frauentor endet. Mit ihrem Kopfsteinpflaster und zahlreichen Geschäften, den vielen Beischlägen und einer kleinen Baumallee wirkt sie belebt, aber intimer, privater als die großen Gassen der Rechtstadt.

Frauengasse - historische Photos
Bilder vergrößern!Frauengasse - historische Photos vergrößern!

Ursprünglich bestand die Frauengasse nur aus einem oberen Teil in der Nähe der Marienkirche. Erst als der nasse Bereich in der Nähe der Mottlau trockengelegt und das Frauentor Ende des 15. Jahrhunderts erbaut wurde, füllte sich auch der östliche Teil der Gasse mit Häusern. Im Mittelalter hatten sich an dieser Stelle viele Schusterwerkstätten und Fleischbänke, sogenannte Freibänke befunden. Nun wurden vornehme Bürgerhäuser mit aufwändig gestalteten Fassaden hier gebaut. Besondere Aufmerksamkeit zog das neben dem Frauentor gelegene Haus der naturforschenden Gesllschaft auf sich.

Die Frauengasse war schon vor 1945 ein Synonym für Alt-Danzig. Etwas abseits der großen Verkehrsströme der Stadt gelegen, hatten sich hier die Beischläge noch erhalten, als anderswo die Beischläge per städtischer Verordnung aus dem Danziger Straßenbild verschwanden.

Heute befinden sich in den Räumen unterhalb der Beischläge kleine Galerien, die Bernstein und Kunst anbieten.

 
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 Frauengasse
 

Frauengasse / ul. Mariacka

 
 Beischläge in der Frauengasse
  Das Straßenbild der Frauengasse / Mariacka wird geprägt durch die Beischläge, die sich auf beiden Seiten der Straße vom Frauntor bis zur marienkirche ziehen. Früher sollten diese Beischläge den Wohlstand der Hausbewohner dokumentieren. Entsprechend kunstfertig und phantasievoll sind viele Beischläge gestaltet, mit Steinmetz-, Kunstschmiede- und Schnitzarbeiten. Häufig findet man Tiermotive, auf den Brüstungsreliefs und als Wasserspeier.
 
 Frauengasse im Film
  Die stimmungsvolle Frauengasse war Kulisse bei der Verfilmung des Thomas-Mann-Romans "Buddenbrocks". Hier wurden eine Reihe von Szenen gedreht.
 
 Frauengasse in der Literatur
 

Die Frauengasse ist stets von Dichtern und Poeten besungen worden. So schreibt zum Beispiel Franz Klein 1921: "Eine nette, friedvolle Ruhe herrscht hier. Die gelegentlichen grünen Sträuße der Bäume unterstützen den Reiz noch mehr. Ich vergesse nie den Eindruck, als ich das erste Mal in diese Gasse ging."

Jörg Bremer, der für das FAZ-Magazin über die Frauengasse berichtet, ist ebenfalls fasziniert: "Die Beischläge von der einen zur anderen Gassenseite sind nur wenige Kindersprünge voneinander entfernt. Jedes Haus in der Frauengasse hat seinen Beischlag. So zieht sich das Wohnzimmer von drinnen ein paar Meter in die Öffentlichkeit nach draußen. Und da zeigt man auch ein wenig seinen Wohlstand; wie sich das Treppengeländer zum Altan hinauf kunstvoll schmiedeeisern schwingt oder wie mächtig steinerne Bälle löwengleich den Aufgang bewachen. Die Regenrinnen, die das Regenwasser hoch vom First durch einen Drachenschlund oder ein Fischmaul auf das Kopfsteinpflaster prasseln lassen. Diese Beischläge sind auch nicht immer gleich hoch, häufig unterschiedlich breit, so daß sich Individualität, Geschmack und Vermögen deutlich präsentieren - und dies doch immer mit Zurückhaltung."