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E.T.A. Hoffmann schrieb 1817 die Erzählung "Artushof",
zu einer Zeit also, als der Artushof als Börse genutzt wurde. Der
folgende kleine Auszug aus der Erzählung spiegelt anschaulich die
Atmosphäre des Artushofes wieder.
"In den Mittagsstunden wogte drängend und treibend der Handel
den mit Menschen der verschiedensten Nationen gefüllten Saal
auf und ab, und ein verwirrtes Getöse betäubte die Ohren. Aber wenn
die Börsenstunden vorüber waren, wenn die Handelsherren bei Tische
saßen, und nur einzelne geschäftig durch den Saal, der als Durchgang
zwei Straßen verbindet, liefen, dann besuchtest Du, günstiger Leser,
der Du in Danzig warst, den Artushof wohl am liebsten. Nun schlich
ein magisches Helldunkel durch die trüben Fenster, all´ das
seltsame Bild- und Schnitzwerk, womit die Wände überreich verziert,
wurde rege und lebendig. Hirsche mit ungeheuren Geweihen, andere
wunderliche Tiere schauten mit glühenden Augen auf Dich herab, Du
mochtest sie kaum ansehen; auch wurde Dir, je mehr die Dämmerung
eintrat, das marmorne Königsbild in der Mitte nur desto schauerlicher.
Das große Gemälde, auf dem alle Tugenden und Laster versammelt mit
beigeschriebenen Namen, verlor merklich von der Moral, denn schon
schwammen die Tugenden unkenntlich hoch im grauen Nebel, und die
Laster, gar wunderschöne Frauen in bunten schimmernden Kleidern,
traten recht verführerisch hervor und wollten dich verlocken mit
süßen Gelispel."
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