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 aktualisiert 21.02.08
 
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Der Milchkannenturm

Der Milchkannenturm ist eine Art Stadttor mit zwei eher breiten als großen Türmen. Die Türme, die aus bis zu vier Metern dicken Mauern bestehen, stammen aus den Jahren 1517 bis 1519 und hatten die Funktion, die Speicherinsel nach dem Stadtteil Langgarten hin zu schützen.

Seinen Namen erhielt der Milchkannenturm wegen seiner äußeren Gestalt. Der größere der beiden Türme ähnelt einer Milchkanne, während sein kleinerer Bruder aussieht wie ein Sahnetopf. Das aufgesetzte Haubendach des großen Turmes ist erst neuzeitlichen Datums. Früher waren auf der nach oben offenen Plattform Kanonen installiert, mit denen man die Feinde Danzigs in Schach halten wollte. Der kleinere der beiden Türme hatte die Funktion eines Pulverlagers.

Milchkannenturm
Milchkannenturm Photo vegrößern!
Photo vergrößerrn!

Die Danziger hatten eigentlich an dieser Stelle ein Tor bauen wollen. Diese Toranlage wurde jedoch nie realisiert, so dass die beiden Türme ein Überbleibsel des geplanten Tores sind.

Zur Zeit stehen die beiden Türme offensichtlich leer. Die beiden Vormieter, eine Galerie und ein Internetcafé, haben ihre pforten geschlossen.

 

 
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 Milchkannenturm
 

Milchkannenturm / Stagwie Mleczne
Milchkannengasse / ul. Stagiewna
kein Besucherverkehr

 
 Umgebung des Milchkannenturms
 

Von der ursprünglichen Bebauung rund um den Milchkannenturm ist nicht viel übrig geblieben. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren viele Speicher der Spüeicherinsel abgerissen worden. Sie machten Platz für Wohnbauten und Geschäftshäuser. Das größte Gebäude in der Nachbarschaft des Milchkannenturmes war der Sitz der Danziger Städtischen Sparkasse. Das von den Architekten Ende und Böckmann im Stil des Neo-Manierismus 1895 erbaute Haus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder aufgebaut.

Vor etwa zehn Jahren begann eine Rekonstruktion dieses Viertels, die jedoch noch nicht abgeschlossen ist. Der südliche Teil der Milchkannengasse ist mittlerweile komplett bebaut, zeichnet sich aber durch eine hohe Leerstandsrate und häufig wechselnde Mieter aus.