Gdansk / Danzig
 Danzig Startseite
 Karte von Gdansk
 Wie kommt man hin?
 Stadtspaziergänge
 Überblick
 Danziger Rechtstadt
 Danziger Altstadt
 Unterhaltung
 Kultur im Überblick
 Museen in Danzig
 Shopping in Gdansk
 Essen und Trinken
 preiswert und schnell
 gut und stilvoll
 nachts in Gdansk
 Ausflüge ins Umland
 Zoppot / Sopot
 Gdingen / Gdynia
 Frisches Haff
 Geschichte
 Geschichte Überblick
 Berühmte Danziger
 Unterkunft in Gdansk
 Appartements
 Service
 Stadtführer
 Danzig-Postkarten
 Wichtige Adressen
 links zu Gdansk
 Suche  sitemap  A - Z
 Allgemeine Infos
 Weitere Reiseziele
 Kaschubien
 Kolberg / Kolobrzeg
 Pobierowo
 Insel Wolin
 Stettin / Szczecin
 ostsee-urlaub-polen
 Home
 mail
 Impressum
 aktualisiert 21.02.08
 
Sie sind hier: Home - Danzig - Geschichte - Architekten und Maler

Die Architekten und Maler aus Danzigs großer Zeit

Anton Möller: "Danziger Patrizierin" aus dem Museum Narodowe

Die Danziger Blütezeit des 16. und 17. Jahrhunderts ist mit den Namen einiger bekannter Architekten, Maler und Bildhauer verknüpft. Gemeinsam ist ihnen, dass sie selbst nicht Danziger waren, sondern zeitweilig oder auf Dauer nach Danzig einwanderten.

Ein Gutteil dieser Künstler kam aus den Niederlanden, zum Beispiel die Künstlerfamilien von dem Block und de Vries sowie der Architekt Antony van Obbergen. Sie waren durch die flandrische Renaissance beeinflusst und schufen hier ihren ganz eigenen Stil, den sogenannten "Danziger Stil".

Nicht von der Nordsee, sondern aus Königsberg kamen die Maler Anton Möller und Hans Krieg nach Danzig. Krieg war bei Jan Breugel dem Älteren in dessen Malerschule gegangen, bevor er ab 1616 in Danzig wirkte. Nach dem Tod seiner Frau wurde er Mönch und ging in das nahegelegene Kloster Pelplin.

Anton Möller: Der Narr
Bild vergrößern!

Ein halbes Jahrhundert später folgte ihm Anton Möller ebenfalls aus Königsberg. Möller, der in Danzig eine Malerschule um sich scharte, schuf unter anderem das berühmte Wandgemälde "Weltgericht", das 1945 im Artushof verbrannte. Einige seiner Werke sind auch heute noch in Danzigs Kirchen zu bewundern, etwa "Die Kreuzigung Christi" in der Kirche St. Katherinen. Bekannt ist auch das umfangreiche grafische Werk des Malers; ein Beispiel finden Sie neben diesem Text.

Zu nennen sind außerdem noch die Danziger Künstlerfamilie Strakofski, der Bildhauer Simon Herle, der viele Bildrahmen im Roten Saal des Rechtstädtischen Rathauses schnitzte, der Bildhauer Wilhelm van der Meer, genannt Barth, sowie Peter Willer, Jeremias Falck und Hermann Hahn. Sie alle prägten mit ihren Werken das Danzig des 16. und 17. Jahrhunderts.

 
zum Überblick Geschichte
zum Überblick: Berühmte Danziger
nach oben
 
 Familie van dem Block
 

Begründer dieser Danziger Künstler- familie ist der Bildhauer Egidius van dem Block, der aus dem niederländischen Mechelen im Jahre 1573 nach Danzig auswanderte. Im gleichen Jahr erwarb auch der Steinmetz Abraham van dem Block das Danziger Bürgerrecht. Abraham van dem Block ist der Architekt des Langgasser Tores (auch das Goldene Tor genannt) und hat Skulpturen für das Große Zeughaus gefertigt. Der Maler Isaak van dem Block ist der Schöpfer der 25 Deckengemälde aus dem Roten Saal des Rechtstädtischen Rathauses.

 
 Antony van Obbergen
  Wie die Familie van dem Blocken stammt auch Antony van Obbergen aus der Stadt Mechelen. Er wanderte im Jahre 1586 in Danzig ein und wurde Architekt und Festungsingenieur. Aus Obbergens Architekturbüro stammt der Entwurf für das Altstädtische Rathaus sowie das Große Zeughaus. Auf Obbergens Architekturstil geht der aus dem flandrischen Renaissance entwickelte "Danziger Stil" zurück.
 
 Vredemann de Fries (1527 - 1606 ?)
  Holländischer Maler und Kunst- theoretiker. Vredemann de Vries wurde 1527 in Leuwar- den geboren und studierte bei Reijer Gerbrandts. Er arbeitete unter anderem in Antwerpen, Frankfurt und Hamburg, bevor er mit seinem Vater Hans nach Danzig kam. Neben seinen Arbeiten für den Roten Saal des Rechtstädtischen Rathauses schuf er Wandgemälde und Bilder für den Artushof sowie mehrere Kirchen. Nach seiner Danziger Zeit wirkte er in Hamburg, Prag und Den Haag, wo er vermutlich 1606 starb. Er hatte großen Einfluss auf die damalige Kunstwelt, besonders durch ein von ihm veröffentlichtes Musterbuch.