Die Architekten und Maler aus Danzigs großer Zeit
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| Anton Möller: "Danziger
Patrizierin" aus dem Museum Narodowe |
Die Danziger Blütezeit des 16. und 17. Jahrhunderts
ist mit den Namen einiger bekannter Architekten, Maler und Bildhauer
verknüpft. Gemeinsam ist ihnen, dass sie selbst nicht Danziger waren,
sondern zeitweilig oder auf Dauer nach Danzig einwanderten.
Ein Gutteil dieser Künstler kam aus den Niederlanden,
zum Beispiel die Künstlerfamilien von dem Block und de Vries sowie
der Architekt Antony van Obbergen. Sie waren durch die flandrische
Renaissance beeinflusst und schufen hier ihren ganz eigenen Stil,
den sogenannten "Danziger Stil".
Nicht von der Nordsee, sondern aus Königsberg
kamen die Maler Anton Möller und Hans Krieg nach Danzig. Krieg war
bei Jan Breugel dem Älteren in dessen Malerschule gegangen, bevor
er ab 1616 in Danzig wirkte. Nach dem Tod seiner Frau wurde er Mönch
und ging in das nahegelegene Kloster Pelplin.
Ein halbes Jahrhundert später folgte ihm Anton Möller
ebenfalls aus Königsberg. Möller, der in Danzig eine Malerschule
um sich scharte, schuf unter anderem das berühmte Wandgemälde
"Weltgericht", das 1945 im Artushof verbrannte. Einige
seiner Werke sind auch heute noch in Danzigs Kirchen zu bewundern,
etwa "Die Kreuzigung Christi" in der Kirche St. Katherinen.
Bekannt ist auch das umfangreiche grafische Werk des Malers; ein
Beispiel finden Sie neben diesem Text.
Zu nennen sind außerdem noch die Danziger Künstlerfamilie
Strakofski, der Bildhauer Simon Herle, der viele Bildrahmen im Roten
Saal des Rechtstädtischen Rathauses schnitzte, der Bildhauer Wilhelm
van der Meer, genannt Barth, sowie Peter Willer, Jeremias Falck
und Hermann Hahn. Sie alle prägten mit ihren Werken das Danzig des
16. und 17. Jahrhunderts.
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