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 aktualisiert 21.02.08
 
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Lech Walesa - Politiker

1981 wird Lech Walesa vom Time-Magazin zum "Mann des Jahres" gewählt

Lech Walesa zählt zu den Symbolfiguren des Kampfes gegen den Kommunismus. 1980 gründet er die Gewerkschaft "Solidarnosc", die die Demokratisierungsbewegung im sozialistischen Polen einleitet und ist zehn Jahre ihr Führer. Als 1989 freie Wahlen in Polen stattfinden, geht er mit dem Gewerkschaftsbund als Sieger aus den Wahlen hervor.

Ein Jahr später, am 9. Dezember 1990, gewinnt Lech Walesa die Präsidentschaftwahlen und ist damit der erste freigewählte Staatspräsident seines Landes seit über 50 Jahren Im Jahre 1995 unterliegt er jedoch seinem ex-kommunistischen Herausforderer Aleksander Kwasniewski. Als er im Jahr 2000 noch einmal bei den Präsidentschaftswahlen antritt, ist die "Solidarnosc" schon heillos zerstritten und fragmentiert. Walesa erringt lediglich weniger als ein Prozent der abgegebenen Stimmen.

Walesa bei einer Kundgebung vor Arbeitern der Lenin-Werft.

Sein Büro als Expräsident hat Lech Walesa in den Räumen des Grünen Tores direkt am Langen Markt in Danzig / Gdansk. Zahlreiche Zitate Walesas sind in den allgemeinen Sprichwortschatz übernommen, etwa "Der Mensch ist nicht frei, wenn er einen leeren Geldbeutel hat.", oder "Ich bin faul, aber es waren die faulen Leute die das Rad oder das Fahrrad erfanden, denn sie mochten nicht laufen oder Dinge tragen."

 
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 Lech Walesa - Biographie
 

1943

Lech Walesa wird am 29. September 1943 in Popowo in der Nähe von Bromberg geboren.
  1966 Walesa wird als Elektriker an der Leninwerft in Danzig / Gdansk beschäftigt.
  1970 In Danzig und Stettin sowie weiteren Städten brechen Unruhen aus, an denen Welesa führend beteiligt ist.
  1976 Walesa organisiert einem Streik an der Leninwerft und wird daraufhin entlassen. Er hält sich in den nächsten vier Jahren mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser.
  1977 Gründung der "Freien Gewerk- schaft des Küstengebietes".
  1980 Walesa wird zum Vorsitzenden der neuen Gewerkschaft "Solidarnosc" gewählt.
  1981 Verbot der Gewerkschaft und Ausrufung des Kriegsrechts. Walesa wird unter Hausarrest gestellt.
  1983 Walesa wird mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Den Preis nimmt in Oslo seine Frau Danuta entgegen, da er selbst ein Ausreiseverbot bekommt.
  1990 Walesa wird zum Staatspräsidenten gewählt.
  1995 Walesa verliert die Präsidentschaftswahl gegen den Ex-Kommunisten Aleksander Kwasniewski.
  2000 Walesa erreicht bei den Präsidentschaftswahlen weniger als 1% der Stimmen.