Martin Opitz - Danziger Dichter und Literaturtheoretiker
Es scheint das Schicksal vieler berühmter Danziger
zu sein, dass sie sich immer nur relativ kurz in Danzig aufgehalten
haben. Martin Opitz, von dem hier die Rede sein soll, macht da keine
Ausnahme. Er verbrachte die letzten drei Jahre seines Lebens in
Danzig.
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| Martin Opitz |
Als Opitz nach Danzig zog, war er schon ein geachteter
und mit mancherlei Preisen und Ehrungen überhäufter Mann. Kaiser
Ferdinand hatte ihn als Martin Opitz von Boberfeld in den Adelsstand
erhoben und schon vorher war er zum "poetus laureatus"
ernannt worden, eine Art "Dr. honoris causa" des 17. Jahrhunderts.
Der als "deutscher Homer und Horaz" sowie
als "süßer Schwan von Bober" bezeichnete Opitz erhielt
vom polnischen König Wladyslaw IV im Jahre 1636 das Angebot, Sekretär
("secretarius iuratus") des Monarchen zu werden. Opitz
willigte ein und siedelte im gleichen Jahr nach Danzig um. Ein Jahr
später ernannte ihn der König sogar zum persönlichen Historiographen.
Die Schaffenskraft Opitz` war ungebrochen, als er der
Pest in Danzig zum Opfer fiel. In der Marienkirche wurde der Trauergottesdienst
für Opitz veranstaltet. Eine Grabplatte im Fußboden der Danziger
Kathedrale trägt noch heute den Namen des großen Sohnes der Stadt.
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