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 aktualisiert 21.02.08
 
Sie sind hier: Home - Danzig - Geschichte - Martin Opitz

Martin Opitz - Danziger Dichter und Literaturtheoretiker

Es scheint das Schicksal vieler berühmter Danziger zu sein, dass sie sich immer nur relativ kurz in Danzig aufgehalten haben. Martin Opitz, von dem hier die Rede sein soll, macht da keine Ausnahme. Er verbrachte die letzten drei Jahre seines Lebens in Danzig.

Martin Opitz

Als Opitz nach Danzig zog, war er schon ein geachteter und mit mancherlei Preisen und Ehrungen überhäufter Mann. Kaiser Ferdinand hatte ihn als Martin Opitz von Boberfeld in den Adelsstand erhoben und schon vorher war er zum "poetus laureatus" ernannt worden, eine Art "Dr. honoris causa" des 17. Jahrhunderts.

Der als "deutscher Homer und Horaz" sowie als "süßer Schwan von Bober" bezeichnete Opitz erhielt vom polnischen König Wladyslaw IV im Jahre 1636 das Angebot, Sekretär ("secretarius iuratus") des Monarchen zu werden. Opitz willigte ein und siedelte im gleichen Jahr nach Danzig um. Ein Jahr später ernannte ihn der König sogar zum persönlichen Historiographen.

Die Schaffenskraft Opitz` war ungebrochen, als er der Pest in Danzig zum Opfer fiel. In der Marienkirche wurde der Trauergottesdienst für Opitz veranstaltet. Eine Grabplatte im Fußboden der Danziger Kathedrale trägt noch heute den Namen des großen Sohnes der Stadt.

 

 
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 Martin Opitz: Biographie
 

1597

Martin Opitz wird in Bunzlau am Bober in Schlesien geboren.
  1614 Opitz besucht das Gymnasium in Breslau.
  1617 Opitz geht auf die protestantische Hochschule Akademisches Gymnasium in Beuthen an der Oder.
  1619 Opitz bekommt in Heidelberg Kontakt zu einem Kreis literarisch Interessierter.
  1620 Die Kriegswirren verschlagen Opitz nach Amsterdam und später nach Jütland.
  1622 Opitz wird Lehrer für Literatur im Gymnasium in Weißenburg.
  1624 In Straßburg wird eine Sammlung von Gedichten von Martin Opitz herausgegeben.
  1625 Opitz ist Mitglied einer Gesandschaft schlesischer Diplomaten und Adeliger, die nach Wien reisen.
  1627 Kaiser Ferdinand macht Martin Opitz zum Adeligen. Opitz erhält den Beinamen "von Boberfeld".
  1633 Martin Opitz arbeitet für den protestantischen Herzog von Liegnitz.
  1636 Der polnische König Wladyslaw IV. bietet Opitz eine Stelle als höfischer Geschichtsschreiber in Danzig an. Opitz nimmt an und bleibt fortan in der Hansestadt. Er schreibt Aufsätze zur polnischen Geschichte und Lobgedichte.
  1639 Martin Opitz gibt einem pestkranken Bettler eine Spende und steckt sich dabei an. Er stirbt am 20. August in Danzig.