Daniel Nikolaus Chodowiecki (1726 - 1801) - Grafiker
Daniel Nikolaus Chodowiecki ist der populärste deutsche
Grafiker und Illustrator des 18. Jahrhunderts. Der hochproduktive
Künstler, der viele Tausend Zeichnungen, Radierungen, aber auch
Gemälde geschaffen hat, erhielt seine ersten künstlerischen Anregungen
von seinem Vater. In seiner Autobiographie schreibt er: "Mein
Vater, ein Kaufmann, malte zu seinem Vergnügen in Miniatur und gab
mir die erste Anleitung in dieser Kunst; da er mich aber eigentlich
zur Handlung erzog und schon 1740 starb, hatte ich im Zeichnen und
Malen nur wenig gelernt." Seine Mutter schickt ihn in eine
Kaufmannslehre in Danzig.
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Daniel Chodowiecki: Die Lange
Gasse in Danzig (Federzeichnung) und andere.
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Als der Kaufmann bankrott geht, siedelt der junge Chodowiecki
nach Berlin über. Hier bekommt er vom Augsburger Miniaturmaler Rugendas
systematischen Unterricht. Schon bald knüpft er Kontakte zur
Berliner Künstlerszene und lernt die Meister Pesne und Glume
sowie andere bekannte Künstler kennen.
Seinen Durchbruch erreicht Chodowiecki mit dem
Kupferstich "Der Abschied des Calas", der die Leiden der
französichen Huge- notten zeigt. Schnell steigt er in Berlin zu
einem überall geach- teten Künstler auf. Sein druckgrafisches
Werk spiegelt zahl-reiche Aspekte der deutschen Aufklärung.
Bereits 1764 wird Chodowiecki in die Berliner Akademie der Künste
aufgenommen, 1797 wird er gar Direktor der Akademie.
Neben den Kupferstichen und Radierungen werden auch
die Zeichnungen Chodowieckis bekannt. Als er dreißig Jahre
nach seiner Übersiedlung nach Berlin erstmals wieder seine Heimatstadt
Danzig besucht, hält er Eindrücke seiner Reise auf dem Skizzenblock
fest und veröffentlicht sie später unter dem Titel "Die Reise
von Berlin nach Danzig". Viele dieser Zeichnungen vermitteln
einen treffenden Eindruck vom Leben des Danziger Bürgertums im 18.
Jahrhundert.
Im Jahre 1801 stirbt der inzwischen hochgeachtete Künstler
Chodowiecki und wird auf dem Friedhof der französischen Gemeinde
in Berlin beerdigt.
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