Gdansk / Danzig
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 aktualisiert 21.02.08
 
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Kleine Torkunde von Danzig / Gdańsk

Besonderer Stolz der Stadt sind die vielen Tore, die die Rechtstadt begrenzen. Ursprünglich hatten sie eine Wehr- und Kontrollfunktion und waren Bestandteil eines komplizierten Verteidigungssystems. Schließlich lag direkt vor den Toren der Reichtum Danzigs: die an den Kais der Mottlau liegenden Hochseeschiffe und die Speicherinsel jenseits des Flusses. Nachts wurden die Tore und damit die ganze Stadt verschlossen.

Die ersten Tore, die ab Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet wurden, waren schlichte Wehrtore. Spätere Tore wurden repräsentativer erbaut.

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Wahrzeichen Gdańsks:
Das Krantor an der Mottlau

Sehenswert ist insbesondere das Krantor. Es wurde im Jahre 1444 erbaut. Zwei massive Backsteintürme mit bis zu vier Meter breiten Wänden begrenzen eine Holzkonstruktion, den Kran. Er hatte die Aufgabe, Schiffsmasten einzusetzen. Durch den Kran konnten Lasten bis zu zwei Tonnen in eine Höhe von 27 Metern transportiert werden. Das geschah ausschließlich durch menschliche Kraft. Im Innern des Kranturms befinden sich große Trommelräder, die durch Muskelkraft bewegt wurden.

 

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 Goldenes Tor / Brama Złota
 

Das Goldene Tor stammt aus dem Jahren 1812 bis 1814. Architekt war Abraham van der Blocke, der es im Renaissancestil erbaute. Durch das Goldene Tor zog der polnische König in die Stadt ein. Es hatte keinen Verteidigungs- sondern nur noch einen repräsentativen Charakter.

 
 Grünes Tor / Brama Zielona
  Anstelle des Grünen Tores stand hier vorher das Koggentor. Es wurde abgerissen und stattdessen ab 1568 das Grüne Tor erbaut. Es sollte dem polnischen König bei seinen Besuchen in der Stadt als Wohnstätte dienen. Tatsächlich hat dort allerdings lediglich Marie Louise Gonzaga, Frau von König Wladisław IV, unter dem Dach des Grünen Tores geschlafen.
 
 Kuhtor / Brama Krowia
  Auch das Kuhtor stammt aus dem 14. Jahrhundert. Seine heutige Gestalt erhielt es im 19. Jahrhundert, als es zu einem Wohnhaus umgebaut wurde.
 
 Frauentor / Brama Mariacka
  Das Frauentor begrenzt die Frauengasse (ul. Mariacka), eine der schönsten Gassen der Rechtstadt. Hier finden sich die für die Danziger Hansestadt so typischen sogenannten Beischläge, das sind vor der eigentlchen Haustür gelegene erhöhte Terassen, die über Treppen - häufig dekorativ verziert - zu erreichen sind. Hier lag 1945 kein Stein mehr über dem anderen. Die Gasse ist komplett wiederaufgebaut.