Museen in Gdańsk
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Das berühmteste Gemälde der Stadt - Hans Memlings Tryptichon
"Das jüngste Gericht" - hängt im Nationalmuseum und
hat eine kuriose Geschichte, es führte nämlich sogar zu diplomatischen
Verwicklungen. Klicken Sie auf die Miniatur für eine vergrößerte
Darstellung.
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Detail aus Hans Memling: "Das jüngste Gericht" |
Hans Memling. ein ca. 1440 im deutschen Seligenstadt bei
Frankfurt geborener Meister der Flämischen Malerschule, wurde in
der Stadt Brügge zu einem der reichsten und angesehensten Bürger
der Stadt. Seine Bilder waren bald über die Niederlande hinaus berühmt.
Das Oeuvre Memlings umfasst Altar- und Andachtsbilder sowie zahlreiche
Portraits, die entweder als selbständige Arbeiten existieren oder
als Teil von Dyptichen.
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Detail aus Hans Memling: "Das jüngste Gericht" |
Da muss es auch den Danziger Kapitän Paul Beneke gejuckt haben.
Auf einer Kaperfahrt im Krieg zwischen England und der Hanse entriss
er 1473 das Tryptichon "Das jüngste Gericht" -
ursprünglich eine Auftragsarbeit für den Medici-Vertreter Jacopo
Tani - seinem rechtmäßigen Besitzer in Florenz und überreichte es
der Danziger Marienkirche als Geschenk. Daraufhin schaltete sich
sogar der Papst in den Konflikt ein und drohte der Stadt Danzig
mit einem Bann.
In seinem Werk zitiert Memling andere Weltengerichtsbilder, geht
aber teilweise über deren Darsstellung hinaus. Neu ist zum Beispiel,
dass der Maler die Hölle nicht als Teil der oberen Welt sondern
zum ersten Male als echte Unterwelt vorstellt.
Obwohl das Bild nach dem Konflikt um den Raub in Danzig blieb,
machte es später Irrfahrten durch halb Europa. Napoleon schaffte
es 1807 in den Louvre. Nach dem zweiten Weltkrieg hing es in der
Petersburger Eremitage. Heute befindet sich Memlings "Das
jüngste Gericht" wieder in Danzig.
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