Bleihof / Olowianka
Ebenso wie die Speicherinsel ist auch die Bleihofinsel
nicht von Anfang an eine Insel gewesen. Vielmehr wurde 1576 ein
Kanal parallel zur Mottlau gegraben, der das Gebiet zu einem
Eiland machte.
Im Mittelalter gehörte das Gelände des Bleihofs zur
auf der anderen Seite der Mottlau gelegenen Burg der Ordensritter
und wurde "Schäferei" genannt. Nachdem die Ordensritter
aus Danzig vertrieben waren, fiel das Gebiet an den polnischen König.
Der Name "Bleihof" geht darauf zurück, dass
hier Blei gelagert wurde. Nach und nach wurden auch Speicher auf
dem Bleihof gebaut. Der "Königliche Speicher" wurde
Anfang des 17. Jahrhunderts vom Danziger Baumeister Jan Strakowski
konstruiert. Der polnische König hatte den Danziger Rat verpflichtet,
für Bau und Unterhalt des königlichen Speichers aufzukommen. Gegenwärtig
steht der Speicher leer, es gibt aber Pläne, ihn in das zentrale
Meeresmuseum einzubeziehen. Neben dem erhaltenen Königlichen Speicher
wurden nach dem Krieg die Speicher "Jungfrau", "Oliva"
und "Kupfer" wiederaufgebaut. Außen an den Ecksteinen
des Speichers "Jungfrau" kann man die Höhe des Wasserstandes
bei verschiedenen Hochwassern in letzter Zeit betrachten.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde auf dem Bleihof das
Danziger Elektrizitätswerk gebaut. Hundert Jahre später wurde das
Werk im Jahr 1997 stillgelegt. Das umgebaute Elektrizitätswerk wird
die Heimat der Danziger Philharmonie werden.
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