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 aktualisiert 21.02.08
 
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Bleihof / Olowianka

Ebenso wie die Speicherinsel ist auch die Bleihofinsel nicht von Anfang an eine Insel gewesen. Vielmehr wurde 1576 ein Kanal parallel zur Mottlau gegraben, der das Gebiet zu einem Eiland machte.

Bleihof
Speicher auf dem Bleihof Bild vergrößern!
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Im Mittelalter gehörte das Gelände des Bleihofs zur auf der anderen Seite der Mottlau gelegenen Burg der Ordensritter und wurde "Schäferei" genannt. Nachdem die Ordensritter aus Danzig vertrieben waren, fiel das Gebiet an den polnischen König.

Der Name "Bleihof" geht darauf zurück, dass hier Blei gelagert wurde. Nach und nach wurden auch Speicher auf dem Bleihof gebaut. Der "Königliche Speicher" wurde Anfang des 17. Jahrhunderts vom Danziger Baumeister Jan Strakowski konstruiert. Der polnische König hatte den Danziger Rat verpflichtet, für Bau und Unterhalt des königlichen Speichers aufzukommen. Gegenwärtig steht der Speicher leer, es gibt aber Pläne, ihn in das zentrale Meeresmuseum einzubeziehen. Neben dem erhaltenen Königlichen Speicher wurden nach dem Krieg die Speicher "Jungfrau", "Oliva" und "Kupfer" wiederaufgebaut. Außen an den Ecksteinen des Speichers "Jungfrau" kann man die Höhe des Wasserstandes bei verschiedenen Hochwassern in letzter Zeit betrachten.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde auf dem Bleihof das Danziger Elektrizitätswerk gebaut. Hundert Jahre später wurde das Werk im Jahr 1997 stillgelegt. Das umgebaute Elektrizitätswerk wird die Heimat der Danziger Philharmonie werden.

 

 
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 Zentrales Meeresmuseum
 

Das zentrale Meeresmuseum besteht seit dem Jahre 1960. Zum Museum gehören Zweigstellen auf beiden Seiten der Mottalu. Das Krantor auf der Seite der Rechtsstadt beherbergt eine Ausstellung zur Geschichte der polnischen Kriegsmarine sowie eine Kollektion von Booten aus aller Welt.
Die Dependance des Museums auf dem Bleihof in den wiederaufgebauten Speichern bietet alte Schiffskanonen, rekonstruierte Werkstätten sowie viele weitere Gegenstände, die die Verbundenheit Danzigs mit dem Meer dokumentieren.

Zentrales Meeresmuseum
Breitgasse 67/68 / Szeroka 67/68
Bleihof 9/11 / Olowianka 9/11
Tel.: 301 69 38
Öffnungszeiten:
Di. bis So.: 10.00 bis 16.00 Uhr
Mo.: geschlossen

 
 Fähre "Motlawa"
  Zwischen der Anlegestelle am Krantor und der Bleihofinsel pendelt die kleine Fähre "Motlawa". So können Besucher des zentralen Meeresmuseums bequem die beiden Zweigstellen des Museums, Krantor in der Rechtstadt und die Speicher auf der Bleihofinsel, erreichen.
 
 Museumsschiff "Soldek"
  Vor den Speichern des Zentralen Schifffahrtsmuseums liegt der ehemalige Frachter "Soldek", ein im Jahre 1949 in Danzig gebautes Frachtschiff. In seiner aktiven Zeit hatte die Soldek polnische Kohle für Schweden, Dänemark und Deutschland an Bord, nach Polen brachte sie meist Eisenerz aus skandinavischen Ländern nach Danzig zurück. Seit der Außerdienststellung wird der 87 Meter lange Dampfer als Museumsschiff genutzt. In den ehemaligen Laderäumen werden temporäre Exponate gezeigt und eine Dauerausstellung der Geschichte der "Soldek" ergänzt das Angebot des Schiffahrtsmuseums. Die Kajüten und die Kombüse der früheren Besatzung können ebenfalls besichtigt werden.