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 aktualisiert 21.02.08
 
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Bibliothek der poln. Akademie - Danziger Bibliothek

Das Gebäude der Bibliothek der Polnischen Akademie wurde 1904 fertig gestellt. Mit seiner neogotischen Backsteinfassade und den aufstrebenden Dachreitern führt es die Tradition der norddeutscher Backsteingotik fort.

Bibliothek
Die Danziger BibliothekBild vergrößern!
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Die Bibliothek selbst feierte ihren vierhundertsten Geburtstag im Jahre 1996. Ihr Entstehen geht auf eine Bücherspende eines italienischen Adeligen zurück (siehe rechte Spalte).

Das war der Anfang der Bibliotheka Senatus Gedensis, wie sie damals hieß. Im 17. und 18. Jahrhundert gab es in Danzig Dutzende von privaten wissenschaftlichen Bibliotheken. Einige davon wurden im Laufe der Jahrhunderte an die Danziger Bibliothek gestiftet. So erhielt die Danziger Bibliothek die Zappesche Bibliothek (Bibliothek der Johannis- und Marienkirche), die Schwarzwaldische Bibliothek (3500 Bände) und die Uphagensche Bibliothek (18000 Bände) und weitere renommierte Bibliotheken.

Die Liste der größten Schätze der Danziger Bibliothek ist sehr lang. Es gibt Handschriften von Luther, von Hevelius persönlich kolorierte Ausgaben seiner Selenographia, zahlreiche von 1500 gedruckte Inkunabeln und weitere Kostbarkeiten, Musikalien, Münz- und Gemäldesammlungen.

Im Laufe der Jahrhunderte ist die Bibliothek mehrfach umgezogen. Ursprünglich hatte sie im Kloster der Franziskaner an der Trinitatiskirche ihre Heimat. Später zog sie in die Jakobskirche um, bevor sie ihren endgültigen Standort im heutigen Gebäude an der Wallgasse fand.

1955 wurde die Danziger Bibliothek Bestandteil des Netzwerkes der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Hauptsammelgebiete sind Sozialwissenschaften, Geschichte und Gegenwart der Danziger Region und Pommerns sowie polnisch-skandinavische Beziehungen. Die Bibliothek gilt als eine der bestausgestattetsten Bibliotheken Polens. Die Bestände werden von Wissenschaftler und Studenten der Dreistadt, aber auch von Besuchern aus Polen und aus anderen Ländern rege genutzt.

 
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 Bibliothek der polischen Akademie
  Bibliothek der Polnischen Akademie
Biblioteka Polskiej Akademii Nauk
Wallgasse 15 / Walowa 15
80-858 Gdansk
Tel.: (058) 301-22-51
Internet: http://www.bgpan.gda.pl/
e-mail: bgpan@task.gda.pl
Öffnungszeiten des Lesesaals:
Mo. bis Fr.: 8.00 bis 20.00 Uhr
Sa.: 8.00 bis 13.00 Uhr
 
 Giovanni Bernadino Bonifacio
 

Giovanni Bernadino Bonifacio war ein Abkömmling eines neapolitanischen Adelsgeschlechtes und lebte in der Zeit zwischen 1517 und 1597. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte der Marchese von Orio, wie Bonifacio auch genant wurde, in Danzig und mit ihm ist die Geschichte der Danziger Bibliothek verbunden.

Bonifacio war ein Verfechter der Reformation und musste deshalb Neapel verlassen. Auf der lebenslangen Flucht vor seinen Häschern bereiste er viele Länder. Er war häufig in Deutschland, besuchte aber auch die Schweiz und Frankreich, England und Schotland, Polen, das Baltikum und Skandinavien.

Auf einer Seereise von England nach Danzig im Jahre 1591 erblindete der Marchese d´Oria und sein Boot strandete in der Nähe der Weichselmündung, ein Teil der Schiffsladung - seine wertvolle Büchersammlung - konnte jedoch geborgen werden.In der Abbildung sehen Sie einen Einband aus der Bibliothek von Bonifacio, wie er vermutlich in Hunderten von Exemplaren vorhanden war.

Bei seinem Weggang von Italien hatte er etwa 120 Bände der Schlossbücherei von Oria mitgenommen. Danach kaufte er auf Buchmärkten in Lyon, Basel, Lörrach, Paris, Venedig, Nürnberg und Krakau nach und nach weitere Bände, bis seine Bibliothek einen Umfang von wahrscheinlich 1265 Bänden hatte. Viele seiner Bücher sind mit Marginalien versehen, Überstrei- chungen, Zeichen, Noten und in seltenen Fällen ganzen Zusätzen.

Marchese Bonifacio bekam nach seinem Schiffbruch bei einem Danziger Kaufmann Herberge und wurde später im Kloster der Franziskaner heimisch. Seine Bibliothek vermachte der greise Neudanziger der Stadt. Die mehr als tausend Bände umfassende Sammlung war der Grundstock einer noch zu Lebzeiten Bonifacios gegründeten "Bibliotheka Senatus Genadiensis". Giovanni Bernadino Bonifacio starb am 24. März 1597 in Danzig.